KOSMOS Elektromann 1930

"Schau, was der Elektromann, alles aus sich machen kann ..."

Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon ThomasK » 29. Dez 2012, 13:21

buedes hat geschrieben:Hallo Thomas,

ab der 2. Auflage gab es mehr Fächer, um Ordnung im Kasten zu halten. Aber auch bei diesem ersten Kasten muss es doch schon eine irgendwie geartete Platzhalterfunktion gegegeben haben. Alles unbefestigt durcheinander fallend hätte sich der Kasten doch schlecht verkaufen lassen.


Hallo Horst,

ich denke, das ist genau der Grund, warum der Kasten in der zweiten Auflage komplett überarbeitet wurde.
Wenn es im ersten Kasten noch eine Ordnungshilfe gegeben haben sollte, dann können es maximal solche Einsteckpappen gewesen sein, wie Du sie angefertigt hast.

Man muss sich vielleicht einmal vor Augen halten, dass dieser Kasten der erste von Kosmos herausgegebene Karton zu sein scheint. Die großen Baukästen waren bis dato 1930 allesamt aus Holz und hatten auch nur wenige Unterteilungen. In diesen Lagen die größeren Teile ggf. passend aneinander, die kleineren Teile auch wild durcheinander.
Der Elektromann der ersten Auflage war so also Kosmos' erste Erfahrung mit Pappkartons für Experimentierkästen.

Gruß,
Thomas
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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon buedes » 31. Dez 2012, 08:44

Fast fertig:

Bild

Gruß, Horst
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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon buedes » 1. Jan 2013, 13:42

Nun fehlen noch die Bohrungen im Grundbrett. Um sicher zu gehen, dass nachher auch alles genau zusammen passt, werde ich sukzessiv die wichtigsten Experimente aufbauen und die jeweils dafür notwendigen Löcher an die erforderlichen Stellen bohren. Hoffen wir mal, dass am Ende die Löcherverteilung so aussieht, wie wir das erwarten.

Mit dem Rasselwerk (Nr.83) habe ich mal begonnen:

Bild

Um das Ding einigermaßen zur Funktion zu bringen, habe ich lange experimentiert. Es ist unbedingt notwendig dass der Eisenkern sehr fest in der Spule sitzt. Denn sonst ist die Einstellung unmöglich.

Ein großes Handicap für die einwandfreie Funktion ist die Kontaktstelle. Eigentlich soll dafür der geschlitzte Nagel eingesetzt werden. Der ist aber schon nach ein paar Sekunden Betrieb verzundert und lässt keinen Strom mehr durch. Wenn ich das richtig sehe, hatten die Kosmoskästen damals ja nur unbeschichtete Eisenachsen und Eisennägel beiliegen. Die Kinder werden da also nicht lange Freude dran gehabt haben.

In meinem Fall konnte ich mir helfen, indem ich eine von meinen verchromten Achsen einsetzte. Damit lief der Versuch über längere Zeit.

Viel besser funktionierte das Rasselwerk außerdem nach Umdrehen des U-Kerns:
Bild

So kommt es eigentlich erst richtig zum lauten Rasseln.

F.f.
Gruß, Horst
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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon Georg » 1. Jan 2013, 13:43

Hallo Horst,
wieder ein Augenschmaus! Hast du mal den Motor mit dem
(Plexi)-Stabmagneten aufgebaut?
Gruß
Georg
PS
Mein Post überschnitt sich mit deinem letzten , insofern ist meine Frage
hinfällig.
Georg
 
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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon buedes » 1. Jan 2013, 19:14

Etwas tricksen musste ich auch bei der Hausklingel (Versuch Nr. 84):

Bild

Meine Messing- Glockenschale ist scheinbar etwas kleiner ausgefallen als die originale. Deshalb reichte der vorgesehene Hammer (geschlitzter Nagel) nicht an diese heran. Mit einer aufgeschobenen Stiftklemme konnte der Abstand aber überbrückt werden. Diese Konstruktion bringt zudem noch den Vorteil, dass jetzt der Abstand des neuen Klöppels mit Hilfe der Rändelschraube ganz fein einstellbar ist.

@Georg

Für den Motor wird der Magnetanker nicht gebraucht, nur für den Dynamo.

F.f.
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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon Georg » 1. Jan 2013, 19:42

Für den Motor wird der Magnetanker nicht gebraucht, nur für den Dynamo.


Ah,
da bin ich gespannt, ob der Dynamo über das Schnurritzel getrieben werden
kann. Du erinnerst dich vielleicht, daß ich geunkt habe, der Magnet
könne möglicherweise zu stark sein. Das Rastmoment ist dann sehr groß.
Gruß
Georg
Georg
 
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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon buedes » 1. Jan 2013, 22:11

Den Morseschreiber (Nr. 92) habe ich versucht, genau nach Beschreibung aufzubauen:

Bild

Um ihn aber zu einigermaßen brauchbarer Funktion zu bringen, bedarf es einiger Änderungen bzw. Ergänzungen:

1. Bei der Feder fehlte das 3. Loch, durch das die Miene schreiben kann.
2. Die geschlitzten Nägel sind zu kurz. Diese dürfen ruhig einen Zentimeter länger werden, damit sie im Grundbrett nicht wackeln.
3. Die Aufwickelebene für den Papierstreifen liegt nach der Beschreibung zu tief. Es fehlt eigentlich noch eine längere Achse. Dann könnte man unter dem Holzrad noch eine Klemme als Abstandhalter dazu stecken.
4. Die Klemme auf dem Ankereisen behindert den Papierstreifenweg. Deshalb ist die linke obere Bohrung für einen Abwickelstift nutzlos. Dazu fehlt auch noch eine genügend lange Achse.

Wenn das alles geändert bzw. ergänzt werden könnte, wäre vielleicht eine brauchbare gerade Bandführung für eine einwandfreie Funktion möglich.

F.f.
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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon buedes » 1. Jan 2013, 23:37

Für den Elektromotor (Versuch Nr.97) ist eine neue Bohrung notwendig und zwar für die Drehachse des Eisenankers.

Bild

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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon buedes » 2. Jan 2013, 10:17

Für den Dynamo (Kleines Kraftwerk, NR.64) können die gleichen Bohrungen wie beim Motor benutzt werden. Der Eisenanker wird gegen den Magnetanker ausgetauscht. In ein zusätzlichen Loch kommt die Achse des Kurbelrades.

Bild

Das Galvanometer zeigt beim Kurbeln einen brauchbaren Ausschlag. Die erzeugte Spannung wäre sicherlich noch größer, wenn die Länge des Magnetankers besser zum U-Kern passen würde, d.h. kürzer wäre. Denn an den Polen hat der Magnet ja seine größte Kraft.

Beim Versuchsaufbau gibt es wieder ein Handicap: Es fehlt eine weitere Holz-Rolle. Die eine wird zum Kurbeln benötigt. Zum Aufbau des Messgerätes ist diese aber auch erforderlich.

F.f.
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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon buedes » 2. Jan 2013, 11:00

Die Grundplatte hat nun 13 Bohrungen. Damit dürften alle relevanten Versuche aus der Anleitung steckbar sein.

Mit diesem letzten Teil ist meine Komplett- Rekonstruktion des Kosmos-Elektromann von 1930, 1. Auflage, beendet.

Hier das abschließende Foto:

Bild

Gruß, Horst
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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon Georg » 2. Jan 2013, 11:48

Hallo Horst,
bei den späteren Elektromännern (50er Jahre) wurde
ein Reißnagel von unten durch die zentrale Bohrung
im Aluminium-Dosendeckel gesteckt und mit einem
Klebestreifen festgepappt.
Die Holzrolle (oder später Kunststoff) wurde daher
für das Galvanometer nicht gebraucht.
Gruß
Georg
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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon buedes » 2. Jan 2013, 13:30

Danke Georg für diesen Hinweis!
Im 1930-er Heft steht davon noch nichts drin.

Gruß. Horst
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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon Georg » 2. Jan 2013, 14:48

Hallo Host,
ich habe gerade noch mal nachgeschaut, die Dose war in den 50ern
deutlich kleiner im Durchmesser, die Holzrolle hätte gar nicht
mehr hinein gepasst.
Gruß
Georg
PS
in der Anleitung 7. Auflage (1939) steht zwar nichts klares dazu im Text,
aber die Bilder des Galvanometers interpretiere ich so, daß das Holzrad
darunter liegt. Natürlich ändert das nichts an dem Problem, daß ein
Holzrad für den "Kraftwerk"- Versuch nicht ausreicht.
Georg
 
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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon buedes » 2. Jan 2013, 16:07

Hallo Georg,

kannst du anhand deiner Unterlagen feststellen, wie lange es diesen Messingdosendeckel noch gab und was dann kam? Ein Teil der Dose müsste ja immer aus einem magnetneutralen Werkstoff also z.B. Alu bestanden haben, der Deckel hingegen aus Eisenblech.

Gruß, Horst
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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon Georg » 2. Jan 2013, 16:27

Hallo Horst,
ich habe nur die Anleitung 1939 7te Auflage, da sieht alles
wie in der 8ten Auflage, die hier vertreten ist, aus.
(Also große Dose , Messing und Eisenblech)
Wann die kleinere Dose (Eisen und Aluminium) genau
eingeführt wurde, kann ich nicht sagen.
Gruß
Georg
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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon Georg » 8. Jan 2013, 12:57

Hallo Horst,
mir fiel gerade eine leere Erdnussdose ("Farmer", Aldi Süd)
in die Hände. Der Durchmesser beträgt 8 cm, und ich mußte
an den Dosendeckel (Membran) denken.
Mit einer Blechschere konnte ich (nach einigen Einschnitten
des oberen Randes) mit einem Spiralschnitt den Mantel der
Dose entfernen.
Es verblieb so der Boden mit dem Bördelrand. Die Dicke des
Bodens ist ca 0,11 bis 0,12 mm, er müßte sich somit gut als
Membran eignen.
Durch den Bördelrand verspreche ich mir, daß es beim Drücken
weniger Probleme mit Faltenbildung gibt.
Gruß
Georg
PS die Schnittkanten dieses dünnen Blechs sind scharf wie
Rasiermesser!
Georg
 
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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon buedes » 8. Jan 2013, 15:35

Hallo Georg,

solches dünnes Blech habe ich damals gesucht, als ich die beiden Membrane herstellen wollte, die den alten Elektrokästen beiliegen sollten. (Hier!)

Bei den dortigen Experimenten wurden diese dünnen Blättchen zwischen Spulenkörper und dem auch dafür vorgesehenen „Schalterbrettchen“ eingespannt. Deshalb mussten sie sehr dünn sein, damit sie trotz Einspannung noch schwingen konnten.

Bei diesem Elektromann-Kasten ist das jedoch anders: Hier wird nichts fest eingespannt. Die Membrane in Form des Dosenbodens wird einfach lose aufgelegt und kann dann einfach als Ganzes schwingen. Also insofern spielt hier die Materialdicke nicht eine so große Rolle.

Was deine Vermutung zum positiven Effekt des Bördelrandes am Dosenboden beim Drücken betrifft, so ist dieser gerade kontraproduktiv. Denn nach außen hin muss das Material ja in sich gestaucht und umgeschichtet werden, damit es sich letztendlich an die Form anlegt.

Gruß, Horst

P.S.
Hast du mit deiner Maschine auch mal solche Versuche gestartet?
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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon Georg » 9. Jan 2013, 12:11

Hallo Horst,
das Einfache zuerst: Nein, mit dem Drücken hab ich mich noch
nicht befasst. Dazu müßte erst mal die Drehbank ausgemottet
werden (noch vom Umzug demontiert)
Was die Stauchung des Randmaterials betrifft, die fällt mir
schwer zu glauben. Aber du hast schon gedrückt, ich nicht :=(

Anders sieht das mit der Membrane aus:
- völlig unabhängig ob eingespannt oder nicht, die Masse, die in
Schwingung versetzt werden muß, ist kriegsentscheidend!
- Was meist du mit " kann dann einfach als Ganzes schwingen."?
Selbst wenn die Membran gedachtermaßen "frei" schwebt,
wird sie bei Erregung im Mittelpunkt nicht als Ganzes schwingen.
Der Rand würde in dem Fall die gegenläufige Bewegung zur Mitte
ausführen, sodaß die Membran sich durchbiegt.
Denke an die Schwingung von nicht eingespannten Stäben, die
ist etwas einfacher vorzustellen.
- Die Membran liegt beim Elektromann erstens per Schwerkraft
auf (aber nicht, man den Hörer ans Ohr hält), wichtiger ist aber
der Batteriestrom durch das Kohlemikrophon und Spule.
Dadurch liegt der Deckel recht fest auf, und noch wichtiger, dieser
Strom ersetzt die Wirkung des Permanentmagneten in den professionellen
Hörern.
- Die Membran ist somit leicht zum Magnetpol durchgebogen, der
Sprechwechselstrom ist sehr klein im Verhältnis zu dem Gleichstrom.
Die Membran schwingt somit nie über die "Nulllinie".
(Das muß man ohnehin vermeiden, denn einfache flache Bleche haben
immer "Knackfroscheffekte" beim Nulldurchgang)
Gruß
Georg
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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon buedes » 9. Jan 2013, 15:15

Hallo Georg,

auch mir fällt es schwer, das recht zu verstehen und vor allem auch so hin zu kriegen. Aber sieh´ selbst noch mal hier!

Um das Mikrofon in Verbindung mit einer Blechmembrane brauchen wir uns beim Elektromann von 1930 keine Gedanken zu machen. Dieses wird z.B. in Versuch 104 nur mit übereinander gelegten Kohlestäben auf einer Zigarrenkiste als Resonanzboden verwirklicht.

Was den Aufbau eines Hörers mit einer Membran betrifft, so habe ich die Funktion mit eingespannter und auch loser Membran in Form des Blechdeckels hier schon einmal ausprobiert und eigentlich keinen Unterschied gefunden (Nr.5)

Gruß, Horst
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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon ThomasK » 13. Jan 2013, 13:15

Hallo Horst,

wieder einmal ein schönes Nachbauprojekt! Ich freue mich auch, dass sich unsere Grundplatten so ähnlich sind. Nur eine Bohrung ist bei mir etwas versetzt. Da Du aber die Versuche funktional aufgebaut hast, ist diese eine Bohrung bei Dir sicher besser positioniert.
Bekommt Kosmos von dieser nahezu wissenschaftlichen Aufarbeitung auch etwas mit? Vielleicht finden die ja sogar gefallen daran.

Gruß,
Thomas
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Ungelesener Beitragvon buedes » 13. Jan 2013, 21:10

ThomasK hat geschrieben:...Bekommt Kosmos von dieser nahezu wissenschaftlichen Aufarbeitung auch etwas mit? Vielleicht finden die ja sogar gefallen daran.

Hallo Thomas,

Jedenfalls habe ich in einer Mail das Kosmosarchiv unter Anlage eines Fotos, und versehen mit einem Link zu diesem Thread, von meiner Rekonstruktion in Kenntnis gesetzt. Habe aber bisher noch keine Reaktion bekommen.

Gruß, Horst
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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon Georg » 14. Jan 2013, 13:18

Hallo Horst,
du fragtes vor einiger Zeit:

kannst du anhand deiner Unterlagen feststellen, wie lange es diesen Messingdosendeckel noch gab und was dann kam?


Anhand des Links zu dem "Schweizer Elektromann" kan man einiges feststellen!
Dieser schweizer Elektromann (von ca. 1944) bringt einiges an Neuerungen, die in
den Nachkriegs-Elektromann übernommen wurden.
(Motor, Klingelschale, Lichtmast etc)
Was den Kompass betrifft, gibt es weder eine Messing- noch Aludose, sondern
ein Holzbrett mit einer großen Bohrung. Mit einem Pappeboden ergab sich
dann ein Kompass/Tangentenbussole ähnlich dem im Kasten "Elektro".
Es lohnt sich wirklich, das Handbuch durchzulesen.
(Auch da Eigenverlag Fröhlich)
Gruß
Georg
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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon ThomasK » 14. Jan 2013, 14:00

Hallo Zusammen,

auch wenn es von Kosmos keine Rückmeldung zu Horsts Nachbau geben sollte, wird man sich wohl dennoch dort darüber freuen. Schließlich betreiben Sie ja ein Archiv als eigene Sparte.

@Georg: Wo kann man denn etwas über den von Dir angesprochenen Schweizer Elektromann erfahren? Mir ist da möglicherweise entgangen.

Gruß,
Thomas
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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon buedes » 14. Jan 2013, 14:38

Hallo Thomas,

schau mal hier:

http://www.sarganserland-walensee.ch/KO ... romann.pdf

Gruß, Horst
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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon buedes » 14. Jan 2013, 15:00

Georg hat geschrieben:...Was den Kompass betrifft, gibt es weder eine Messing- noch Aludose, sondern ein Holzbrett mit einer großen Bohrung.


Hallo Georg,

aber die Eisen-/Messing-Blechdose lag immer noch bei. Die beiden Teile wurden u.a. gebraucht für das Elektrisiergerät. In diesem Versuch sind sie jedenfalls abgebildet.
Lediglich für die Wicklung des Galvanomters gibt es jetzt ein eigenes Holzgestell.

Der Kompasszeiger auf langer Nadel im Loch der Holzrolle ist so auch schon im 1930-er Elektromann beschrieben.

Gruß, Horst
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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon Georg » 14. Jan 2013, 19:16

Hallo Horst,
schau dir mal Text und Bild von Versuch 52 "Ein Taschenkompass"
auf Seite 20/21 an.
Versuch 99 S 38 "Elektrisieren" steht im Text :
" Wir nehmen dazu Deckel und Unterteil einer Blechbüchse..."
In der Teileaufzählung kommt die Dose nicht vor.
In der 7. Auflage V 94 des Elektromann heißt es "wir wählen dazu Deckel und Blechbüchse"
Die Abbildungen haben nur geringe "Beweiskraft", denn die blieben
lange unverändert, solche Holzschnitte oder Stahlstiche waren in der
Herstellung teuer, die wurden bei kleinen Abweichungen nicht neu gemacht.
Georg
 
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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon buedes » 14. Jan 2013, 20:45

Hallo Georg,

vom Inhalt dieses "Großen Elektromann" gibt es widersprüchliche Bilder. Vergleiche bitte mal:

http://www.sarganserland-walensee.ch/KO ... mann_2.jpg

http://www.sarganserland-walensee.ch/KO ... chweiz.jpg

Gruß, Horst
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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon Georg » 14. Jan 2013, 21:30

Hallo Horst,
was findest du speziell widersprüchlich?
Mir fiel nur der blaue U-Kern auf, der gehört in den
Elektromann Nachkrieg.
Ansonsten: Eine Glockenschale (macht die Messingschale
entbehrlich) und ein Dosendeckel (links neben Hufeisenmagnet)
der als Membran dient. (und wie später auch deutlich kleiner
als das Holzrad ist)
Natürlich ist bei derart alten Stücken immer damit zu rechen,
daß evtl aus anderen Zeiten Teile sich hinenverirrten.
Gruß
Georg
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Re: KOSMOS Elektromann 1930

Ungelesener Beitragvon buedes » 14. Jan 2013, 23:53

Hallo Georg,

am augenfälligsten ist doch die Verschiedenheit der Spulenausführungen.
- In dem einen Kasten meine ich noch den Messingdeckel zu erkennen.
- Das kleine Grundbrett ist vollkommen anders.
- Der Rahmen für die Galvanometerwicklung fehlt.
...
Entweder ist da einiges durcheinander geraten oder von wo anders ergänzt worden. Und zu alle dem passt das Anleitungsheft nicht genau. Es wird schwer sein, anhand nur dieses vorliegenden Materials auf die authentische ursprüngliche Ausführung zu schließen.

Gruß, Horst
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