Seite 1 von 1

PIKO pikotron e1 (1971)

Ungelesener BeitragVerfasst: 14. Jun 2009, 18:01
von JuergenK
Die 1971 von PIKO, Sonneberg, herausgebrachten pikotron-Baukästen bestehen aus dem hier vorgestellten Grundkasten e1 und den Erweiterungskästen e2, e3 und e4.

Unten offene Montagekästchen ("Grundbausteine") werden einmalig mit den entsprechenden elektronischen Bauteilen bestückt und mit Plastik-Verbindungsteilen je nach Schaltplan miteinander mechanisch verbunden. Die Grundbausteine haben jeweils Kontaktfedern, mit Drähten werden die einzelnen Bausteine gemäß Anleitung untereinander verbunden.




Bild

Der Kastendeckel



Bild

Der Inhalt des Grundkastens. In den leeren Fächern befanden sich die hier bereits in die Grundbausteine montierten Bauteile.



Bild

Die Anleitung


Bild

Eine Übersicht zu den Versuchen der Kästen e1, e2 und e3. Die Farbpunkte kennzeichnen das jeweilige Erfordernis der einzelnen Kästen.


Bild

Eine Versuchsbeschreibung

PIKOTRON e1

Ungelesener BeitragVerfasst: 12. Mär 2011, 07:56
von werner
In diesem Buch wird auf den Seiten 367ff der PIKOTRON Grundkasten e 1 kurz beschrieben. Unabhängig davon ist das Buch auch sonst interessant.

http://www.raupenhaus.de/down/getdown.p ... elbuch.zip

Gruß

Werner

Re: PIKOTRON e1

Ungelesener BeitragVerfasst: 15. Aug 2011, 22:53
von JuergenK
Hallo Werner,

raupenhaus.de hat augenscheinlich Copyright-Probleme bekommen, seine umfangreiche Sammlung von Schaltplänen, Dokumenten usw. ist daher leider nicht mehr wie bisher abrufbar. Daher funktioniert dein Link nicht mehr so richtig. :-(

Das DDR-Buch war - aus meiner Erinnerung heraus - von Heinz Schubert, gewissermaßen ein Pendant zu Heinz Richter und Werner Diefenbach aus den 60er Jahren. Titel: Radiobastelbuch (oder war es "Das große Radiobastelbuch"?) ;-)

JuergenK

Re: PIKOTRON e1

Ungelesener BeitragVerfasst: 18. Aug 2011, 20:58
von werner
Hallo Jürgen,

leider hast du recht, der link geht nicht mehr. Schade!

Gruß,
Werner

Re: PIKO pikotron e1 (1971)

Ungelesener BeitragVerfasst: 11. Feb 2012, 23:50
von FrankR
Ich beteilige mich zwar etwas spät, aber immerhin ...

Es ist "Das große Radiobastelbuch" von Heinz Schubert.
Derzeit (Februar 2012) mit einigen Exemplaren von ca. 15,00 - 30,00 Euro bei ZVAB zu bekommen.

FrankR

Re: PIKO pikotron e1 (1971)

Ungelesener BeitragVerfasst: 12. Feb 2012, 00:35
von JuergenK
FrankR hat geschrieben:mit einigen Exemplaren von ca. 15,00 - 30,00 Euro bei ZVAB zu bekommen.


Das für 15 Euro erhältliche Exemplar ist weg. :thumb: Ein Buch von 1980.

Eine weitere Ausgabe des Buches konnte ich heute bei einem anderen Anbieter ebenfalls ergattern, sie ist aus 1962. Röhren in der frühen, Transistoren in der späteren Auflage? Da bin ich mal auf die Unterschiede gespannt. Den pikotron kann die 62er Ausgabe ja wohl nicht enthalten. ;-)

JuergenK

Re: PIKO pikotron e1 (1971)

Ungelesener BeitragVerfasst: 12. Feb 2012, 00:55
von FrankR
JuergenK hat geschrieben:Den pikotron kann die 62er Ausgabe ja wohl nicht enthalten. ;-)


Natürlich nicht! Der pikotron wird ja auf den Seiten 367ff beschrieben, die Ausgabe 1962 hat aber nur 348 Seiten! :D

FrankR

Re: PIKO pikotron e1 (1971)

Ungelesener BeitragVerfasst: 15. Feb 2012, 17:13
von JuergenK
Hier jetzt der Auszug aus dem von werner genannten Buch:

BildBild

JuergenK

Re: PIKO pikotron e1 (1971)

Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Mär 2012, 20:22
von Holsch
Bin mit diesem System aufgewachsen! Hatte alle 3 Kästen damals gehabt!

Re: PIKO pikotron e1 (1971)

Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Mär 2012, 21:55
von JuergenK
Holsch hat geschrieben:Bin mit diesem System aufgewachsen...


Ja, genau das ist das Fachwissen, welches wir hier bündeln wollen, wenn z.B. Fragen zu dem System kommen. :razz:

JuergenK

Re: PIKO pikotron e1 (1971)

Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Mär 2012, 22:29
von Holsch
Nun gut,dann etwas zu den unbekannten Daten!
Der Dreko war ein 250pF Dreko,baugleich der vom Polytronic wie auch der Kopfhörer nom e1!
Transistoren: NF-Transi SC236, HF-Transi SF136!
Zur Ferritantenne kann ich nur sagen,daß die Spulen nicht verschiebbar waren,Windungszahlen unbekannt!
Den obenbeschriebenen Reflexempfänger habe ich mehrfach versucht aufzubauen,hat bei mir nicht funktioniert!
Die Bausteine bestanden aus Polystyrol,das Klemmensystem ist dem von Kosmos sehr ähnlich,allerdings waren
Wackelkontakte sehr häufig an der Tagesordnung!
Die Bausteinverbinder neigten schnell dazu,zu brechen!Habe da einige eingebüßt!
Übrigens,danke Jürgen,daß du die Anleitung mal als pdf mit reingelegt hast,es ist schon 30 Jahre her,als ich sie
das letzte mal in der Hand hatte!Und ich bin heute noch davon begeistert!

Re: PIKO pikotron e1 (1971)

Ungelesener BeitragVerfasst: 18. Mär 2013, 23:46
von JanHW
Hallo Forumsmitglieder,
beim Ansehen der Bilder sind mir die Kästen sofort wieder ins Gedächtnis gekommen, lange ists her... Am wichtigsten für das Verständnis waren die gut erklärten Schaltungen. Damals ga es kein Internet, Bastelliteratur war nicht leicht zu bekommen.

Die Kästen waren nicht billig, daher auch nicht so stark verbreitet. Die Vorbereitung bis zum ersten Experiment war recht aufwändig: Farbencodes der Widerstände entziffern, Einschrauben der Messingkontakte und der Bauteile. Die Beschriftung der Würfel erfolgte über Abreibefolien, wenn da etwas schief ging, gab es keinen zweiten Versuch. Der Draht war einfarbig isoliert und die Abisolierzange ein kleines gebogenes Blech.

Natürlich waren die effektvollen Schaltungen (Sirene, Dämmerungsschalter, Radio) die ersten, die ausprobiert wurden. Die Verdrahtung hat oft nicht unbedingt zum Schaltungsverständnis beigetragen, das lag an den recht globigen Würfelmaßen. Ein kleines Multimeter Messgerät oder eine Drehspulanzeige musste man zusätzlich anschaffen. Ebenso einen einfachern Durchgangsprüfer. Aber alles in allem, es waren schöne und brauchbare Kästen.

Die Schaltungen haben funktioniert und ließen sich mit auch Basteltransistoren und Pertinaxbrettchen nachbauen. Auf jeden Fall haben diese Kästen das Interesse an Elektronik und Radiobasteln bei mir geweckt. Falls die Begleithefte als pdf Datei noch zur Verfügung stehen, würde ich Sie gern nochmal anschauen, das weckt frühe Erinnerungen.

MfG Jan

Re: PIKO pikotron e1 (1971)

Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Jul 2013, 18:09
von jilk
Holsch hat geschrieben:Bin mit diesem System aufgewachsen! Hatte alle 3 Kästen damals gehabt!

Hab`die Kästen immer noch, vollständig nebst Anleitung. Der e4 ist mir allerdings unbekannt. Dieser wird auch in der Anleitung nicht erwähnt.

Re: PIKO pikotron e1 (1971)

Ungelesener BeitragVerfasst: 8. Apr 2016, 16:23
von eis9
An alle Pikotron interessierten. Ich kenne die drei Kästen aus der Kindheit. Damals hat bei mir nur gefühlt jeder fünfte Versuch geklappt.
Die Kontaktierung der Bausteine ist echt mäßig. Im Unterschied zu Kosmos Baukästen, werden die Drähte bei Pikotron nur von einer Seite gefedert.
Inzwischen bin ich über 50 und habe mir letztes Jahr alle drei Kästen bei Ebay noch mal ersteigert. Mein Ehrgeiz ist es, alle Experimente zu machen.
Einige habe ich zum nachgucken bei YouTube. Ich stimme zu, dass man für die Fehlersuche ein einfaches Multimeter nimmt, sonst wird man wahnsinnig. Erfahrungsgemäß klappt es dann irgendwann.
Mich würde interessieren, ob jemand von Euch schon mal versucht hat, den im Heft beschriebenen Frequenzteiler zu bauen. Der wollte bisher bei mir einfach nicht klappen.
Die Transistoren in den Kästen sind zwei Typen HF und NF. Die NF sind SF 121D, die Hf sind Miniplasttypen, die ich nicht richtig identifizieren konnte. Alles haben Stromverstärkung rund 100

Re: PIKO pikotron e1 (1971)

Ungelesener BeitragVerfasst: 8. Apr 2016, 17:18
von JuergenK
Hallo eis9,

zunächst: Herzlich Willkommen im Board!

Zur Ursache, weshalb Deine Schaltung nicht funktioniert, kann ich leider erst einmal nichts sagen. Hier der Schalt- und Aufbauplan aus dem Handbuch, vielleicht hat da ja jemand eine Idee:

Bild

Der HF-Transistor zumindest in meinem Kasten ist übrigens ein SF215 (Aufdruck: D-D F15).

JuergenK

Re: PIKO pikotron e1 (1971)

Ungelesener BeitragVerfasst: 8. Apr 2016, 18:16
von eis9
Danke für die schnelle Antwort. Ich baue irgendwann die Schaltung noch mal. Komisch finde ich, dass in den Schaltungen vorher die negative Spannung zum Umschalten benutzt wird und beim Frequenzteiler Spannungsnull. Da frage ich mich, wo soll der negative Umschaltimpuls her kommen?