KOSMOS Radiomann 1959 (12. Auflage)

Motto seit 1934: Vom Gebirg zum Ozean, alles hört der Radiomann

KOSMOS Radiomann 1959 (12. Auflage)

Ungelesener Beitragvon JuergenK » 14. Jun 2009, 18:03

Zwischen 1934 und 1972 brachte KOSMOS, Franckh`sche Verlagsanstalt, Stuttgart, in 23 Auflagen den von Wilhelm Fröhlich konzipierten Radiomann heraus.

Die Kästen bis 1959 waren von Holzbrettchen als Aufbauplatte, Flachspule auf Pappträger und Detektorkristall geprägt. Auf Wunsch konnte man eine Doppelgitterröhre zukaufen. Immerhin hatte das Anleitungsbuch der 12. Auflage von 1959 schon zwei Seiten, auf denen Versuche mit einer Diode und einem Transistor vorgestellt wurden. Beide Teile konnten beim Verlag bezogen werden.



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Der Deckel des Kastens



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Der Inhalt




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Auch im Ausland gab es den Radiomann: hier der RADIO-GNOME aus Frankreich mit Handbuch




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Die Anleitung



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Die Teileliste



Aus der Anleitung (bitte anklicken)


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Re: KOSMOS Radiomann 1959 (12. Auflage)

Ungelesener Beitragvon JuergenK » 24. Feb 2014, 11:53

Die 12. Auflage des Radiomann erhielt in der Anleitung erstmals Hinweise zur Verwendung eines Transistors und einer Germaniumdiode, die man bei KOSMOS bestellen konnte. Hier die entsprechenden Seiten 49 bis 52 des Handbuches (anklicken):

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Interessanterweise hat der Verlag die Seite 52 später überklebt. Hier die neue Seite:

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Bei der Gelegenheit kann auch das "KOSMOS Ergänzungsgerät 3c" genannt werden: ein Zusatzkasten zum Holzbrett-Radiomann, u.a. mit Transistor, Diode, Elko und zwei Widerständen. Der Kasten wird bei Radiomuseum.org vorgestellt, dort findet sich sogar ein scan des Handbuches:

http://www.radiomuseum.org/r/kosmos_radiomanns_neue_versuche.html

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Re: KOSMOS Radiomann 1959 (12. Auflage)

Ungelesener Beitragvon Radiomann » 24. Feb 2014, 15:51

Danke Juergen für diesen interessanten Einblick in die 5 "mysteriösen" Seiten!

Diese "Geschichte" zeigt einmal mehr, dass bei KOSMOS auch innerhalb von Auflagen offensichtlich spontan Aenderungen vorgenommen wurden, was dann zusätzlich zu Unsicherheiten über Auflagen-Nummern in heutigen Diskussionen führen kann.

Etwas ist mir bei einer ersten Sicht der Dinge noch aufgefallen [ auflagenunabhängig :-) ]:

Bei Versuch 7 auf der überklebenden (nicht überklebten) Seite hängt die Basis des Transistors elektrisch in der Luft. Es gibt keine definierte Basisvorspannung mittels eines Widerstandes. Da wurde insgesamt in grösster Eile mit einfachsten Mitteln modernisiert.

Mit freundlichen Grüssen

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Re: KOSMOS Radiomann 1959 (12. Auflage)

Ungelesener Beitragvon Georg » 24. Feb 2014, 18:19

Hallo Paul,
in der Tat findet man da Betreffs der Ankopplung des Transistors
einige Ungereimtheiten. Auch bei der 13 ten Auflage (siehe den Post
von Josef) gibt es Fehler.
Die Reihenschaltung einer Diode und der BE-Diode ist zumindest
überflüssig, in Sperrrichtung aber unklar. Mit einem Koppelkondensator
auf die Basis ohne dieselbe mit Vorspannung zu versorgen, kann bei den
damaligen Ge-Transistoren gerade mal mit viel Verzerrung und leise
funktionieren, es bleibt aber ein Kunstfehler.
Die zusätzliche Verstärkung in zwei Stufen mit separater Batterie für
den Transistor ist kompliziert, ich zweifle ob das "pädagogisch" sinnvoll war.
Und dafür 3 Volt-Batterien einzusetzen zeugt von großer Angst vor
den Transistoren.
Der/die Autor(en) haben das schnell zusammengeschustert.
Gruß
Georg
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Re: KOSMOS Radiomann 1959 (12. Auflage)

Ungelesener Beitragvon Radiomann » 24. Feb 2014, 19:09

@ Georg: Ja da hatte man es (zu) eilig ;-)

Zu der "überklebten" Seite von Juergen weiter oben: Ein erster provisorischer Vergleich zwischen Versuch 6 und dem neuen 7 (dieser als Ersatz für Nr. 6 "an gewissen Orten") zeigt mir nur eine andere Eingangsschaltung des Schwinkreises beim Audion. Es erinnert an den Versuch "Langwellenempfang", wo im Eingangskreis der Drehko parallel, statt in Serie zur Spule geschaltet wurde. Ich möchte in diesem Zusammenhang den Ausdruck Serienkreis ausdrücklich vermeiden, denn: Empfangen wird letztlich immer mit einem Parallelkreis (Kapazität Antenne - Erde parallel zur Spule). Der Drehko erhöht diese Antennen-Kapazität, wenn er parallel zur Spule geschaltet wird und erniedrigt die Antennen-Kapazität, wenn er in Serie zur Spule geschaltet wird. Das ergibt zwangsläufig verschiedene Teilbereiche der Mittelwelle und hier dürfte das angesprochene Problem liegen. Als Schüler arbeitete ich leider im falschen (hochfrequenten) Teil des Bereiches (Beromünster aber auf 531 kHz), bis mir der Radiohändler sagte, ich müsse den Drehko parallel zur Spule schalten. ich wusste natürlich nicht warum, aber ich hatte Erfolg. Mit einer zusätzlichen Spule (Ankopplungsspule) hätte der ganze Mittelwellenbereich empfangen werden können, aber eben, damals mussten noch Teile gespart werden. Es war eine andere Zeit.

Mit freundlichem Gruss

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Re: KOSMOS Radiomann 1959 (12. Auflage)

Ungelesener Beitragvon JuergenK » 26. Feb 2014, 00:06

Vermerk:

In diesem Thema "Radiomann 1959" gab es so viele interessante Beiträge zum Zusatzkasten "KOSMOS Ergänzungsgerät 3c", dass sie auf Anregung eines Mitgliedes hier entfernt und als eigenes Thema gestartet wurden:

viewtopic.php?f=2&t=1190

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