KOSMOS (XN) HiTec electronic + PC Interface (1993)

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KOSMOS (XN) HiTec electronic + PC Interface (1993)

Ungelesener Beitragvon ChrisH » 26. Jan 2012, 12:14

Etwa 1993 brachte KOSMOS den "XN HiTec Electronic" Zusatzkasten raus, der den XN2000 um einen PC-Schnittstelle und
dazugehörigen Experimenten erweiterte. Zudem erreichte man den Inhalt des XN3000. Einzig das Anzeigeninstrument fehlte -
die "Lücke" im Gehäuse wurde durch einen Kunststoffdeckel geschlossen, der sich mit den anderen Teilen an einem Spritzbaum
befand. Mit dabei war auch die Software KosmoLab auf zwei Disketten, die anscheinend nur unter Windows 3.11 lauffähig war.
Selbiger Kasten wurde auch später als eigenständiges Komplettlabor unter der Bezeichnung "HiTec Electronik" vertrieben.
Die Ausstattung war demnach der komplette XN3000 + XN HiTec. Mit gut 300 Experimenten ein stolzer Experimentierkasten.
Das Kastendesign aus Serie 2 lässt vermuten, das der HiTec erst Jahre nach dem XN HiTec eingeführt wurde, diesen eventuell
sogar ablösen sollte. Leider waren wohl in Folge eines hohen Preises und geringer Nachfrage diese Kästen bald wieder eingestellt
worden und sind heute nicht mehr im Sortiment. Teilweise bekommt man noch gebrauchte Kästen oder Fragmente (wie die
Schnittstellenplatine nebst Zusatzgehäuse) aber Handbuch & Software sind absolut rar. Dank KOSMOS aber noch lieferbar!

Bild

Bild des eigenständigen HiTec-Kastens, erkennbar schon das Nachfolgedesign der "Koffersets"

Bild

Bild des XN-Zusatzkastens/Aufrüstung auf HiTec PC. Erkennbar noch das "Kofferdesign" aus Serie 1.

Bild

Inhalt des XN-Zusatzkastens/Aufrüstung auf HiTec PC.

Bild

Inhaltsauflistung aus dem Handbuch

Bild

Handbuch den HiTec PC (in beiden Kastenvarianten gleich) mit den zwei Disketten KosmoLab-Software
Praktisch: Ringbuch DIN A4, 1.Auflage 1994

Bild

Aufstellung von KOSMOS; Gefunden im Handbuch XN1000/XN2000, 2. Auflage 1993

Grüße, ChrisH

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Re: KOSMOS HiTec electronic / XN HiTec electronic

Ungelesener Beitragvon ChrisH » 8. Feb 2012, 16:04

Noch ein paar Seiten aus dem Handbuch:

BildBild

Das Handbuch (Deckblatt) und die Seite 1 - deutlich ersichtlich das es für beide Kastenvarianten gedacht ist.

BildBild

Beispiele aus dem Handbuch. Gut zu sehen, wie die KosmoLab-Software eingesetzt wird.

Bild

Das Beschriftungsblatt zum Ausschneiden und Aufkleben auf den Pulten.

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Re: KOSMOS HiTec electronic + PC / XN HiTec electronic + PC

Ungelesener Beitragvon ChrisH » 14. Feb 2012, 20:43

Nachtrag: da die Software für Windows 3.1 geschrieben war, gab es 1994 bereits noch ein Update
auf Version 1.01. Dies ist der aktuelle (und letzte) Stand der Software KosmoLab.

Bild

Damit die Schnittstellenplatine unter den neueren Windows-Versionen lauffähig war, mussten zudem
auch Änderungen direkt an der Platine vollzogen werden. Dies wurde anfangs von KOSMOS selbst
vorgenommen bzw. die Platinen über den Service ausgetauscht. Heutzutage muss man sich selber
mit der Bastelei behelfen. Die original Änderungsanleitung von KOSMOS liegt mir vor. Ich gebe sie gerne
weiter, falls sie jemand im Board benötigt. PN und Mailadresse bitte angeben.

Aus diversen Foren ist zu vernehmen, das nach den Änderung an der Platine und Softwareupdate
der PC unter WIN XP die Schnitttstelle richtig ansteuert und die Software KosmoLab läuft. Ich habe auch
noch ein paar neue Dateien sowie eine Software für die Schnittstelle erhalten und werde das Ganze dann
mal ausprobieren und Euch auf dem Laufenden halten.
Übrigens: im Auktionshaus ist gerade ein XN-HiTec PC Aufrüstkasten neu und OVP zu haben :thumb:

Grüße, ChrisH
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Kosmos Hitec Electronic +PC Software und Interface

Ungelesener Beitragvon SchleubiTeck » 25. Nov 2012, 20:18

Hallo liebe user,
ich hab vor kurzen eine ausbildung zum techniker für elektronik begonnen und da viel mir mein alter Elektronik Baukasten ein. Leider ist das nun schon ne ewigkeit her das ich ihn genutzt hab aber nachdem ich nun einige bauteile erstezt hab bin ich nun sehr froh ihn zu haben. Jedoch hab ich noch ein Problem.
Problem PC Interface
Ich habe bei euch mal ein Beitrag gefunden worin beschrieben steht das die ältere Generation der HiTec Baukästen einen fehler auf der Interfaceplatine haben soll welcher zur optimalen nutzung zu korrigieren ist. Des weiteren soll es auch eine neuere Version der Software geben welche auch unter Windows XP laufen würde.
Meine Frage nun kann mir jemand weiterhelfen wie ich den Fehler auf dem Interface Korrigieren kann und wo ich evtl die neuere Software herbekomm?


edit: hierhin verschoben. :razz:
JuergenK
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Re: KOSMOS (XN) HiTec electronic + PC Interface (1993)

Ungelesener Beitragvon FrankR » 25. Nov 2012, 21:47

Wenn mich nicht alles täuscht, meinst Du den Beitrag "Schnittstelle nicht gefunden - Eine Beziehungskrise". Dort wurde alles zu diesem Thema diskutiert und das Problem kann auch als gelöst betrachtet werden. Schau mal dort nach.

FrankR
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Re: KOSMOS (XN) HiTec electronic + PC Interface (1993)

Ungelesener Beitragvon JuergenK » 23. Sep 2013, 12:39

Hier noch zum KOSMOS HiTec die Liste der mit dem Kasten durchführbaren Versuche (anklicken):

Bild Bild

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Re: KOSMOS (XN) HiTec electronic + PC Interface (1993)

Ungelesener Beitragvon SuperMario32 » 2. Aug 2015, 14:45

Hallo!

Ich hab mal eine Frage, ich hab den Hitec electronik Experimentierkasten, aber nur ohne PC-Interface, ansonsten ist er so wie auf den Bildern abgebildet.

Hat zufällig jemand noch die Anleitung dazu?

Hab leider keine dazu.

LG.

Mario

P.S.: Danke schon mal im Voraus!
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Re: KOSMOS (XN) HiTec electronic + PC Interface (1993)

Ungelesener Beitragvon JuergenK » 2. Aug 2015, 14:53

Hinsichtlich der Anleitung konnte - hoffentlich - geholfen werden. ;-)

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Re: KOSMOS (XN) HiTec electronic + PC Interface (1993)

Ungelesener Beitragvon DominicJ » 2. Apr 2016, 16:40

Auch wenn in dem oben verlinkten Beitrag schon einige Informationen zum Betrieb des Interfaces geschrieben steht, möchte ich hier nochmal eine Beschreibung der Hardware und eine Schritt-für-Schritt Anleitung geben, wie das Interface auch an "neueren" PCs funktionieren kann.

Zunächst zum Aufbau

Angeschlossen wird das Interface an den Parallelport (LPT), also den Druckerport. Dieser hat 25 Pins, von denen aber nur einige belegt sind (siehe zum Beispiel https://en.wikipedia.org/wiki/Parallel_port#/media/File:25_Pin_D-sub_pinout.svg). Man unterscheidet 8 Daten-Leitungen (vom Rechner zum Gerät) und 9 Steuerleitungen (4 zum "Drucker", 5 zurück). Die übrigen Pins liegen auf Masse.

Die zwei Schalt-Ausgänge werden über einen Optokoppler gesteuert von den Daten-Bits 5 und 4 gegen Masse.

Die vier Messeingänge werden - von einer 4-fach OpAMP verstärkt - von einem A/D-Wandler gemessen. Es handelt sich um den (8-Kanal!) Wandler ADC0838. Dieser gibt die Messergebnisse seriell (SPI-Protokoll) aus. Um ihn zu steuern, kommen vom Rechner drei Steuerleitungen: CS (chip select) auf Bit 3, DI (data in) auf Bit 0 und CLK (clock) auf Bit 1. Letzteres gibt dem Chip einen Takt vor, dazu später mehr.
Die Ausgabe der Messwerte erfolgt über eine einzige Datenleitung DO (data out). Diese schaltet über einen Optokoppler das Datenbit 2 gegen die Steuerleitung "ERROR" (vor dem Umbau). Nach dem Umbau liegt die Spannung vom Datenbit 2 ständig an "ERROR" an und wird durch DO gegen Masse geschaltet.

Es läuft also eigentlich eine serielle Kommunikation über die parallele Schnittstelle. Und das bedeutet, daß kein bidirektionaler Modus des Druckerports notwendig ist. Der Modus (Normal, BiDi, EPP, ECP), der am Rechner eingestellt ist, ist also egal!


Zum Umbau

Der Umbau invertiert, wie oben beschrieben, die Datenleitung zurück zum Rechner. Ob sie tatsächlich notwendig ist, kann ich leider nicht mehr sagen; vor dem Umbau hatte ich einen Fehler gemacht, daß es nicht klappte ist auf jeden Fall darauf zurückzuführen... (Aber vielleicht findet sich ja noch jemand mit einem nicht umgebauten Interface zum testen...)


Schritt für Schritt

Ich habe die Ur-Version 1.0 nicht mehr finden können, kann mich aber auch erinnern, daß sie schon unter Windows 3.11 nur an einem einzigen Vormittag zum laufen zu überreden war... Man nehme die Version 1.01!

Für Windows-Versionen größer 3.11/95/98/ME ist userport.sys von Tomas Franzon (bekommt man hier: http://www.embeddedtronics.com/design&ideas.html) Pflicht. Ohne kann es nicht funktionieren.

Hintergrund: Die Schnittstellen wurden früher direkt über die ihnen zugewiesenen Speicher-Bereiche angesprochen; wer mit dem Soundblaster 16 noch 0x220 assoziiert, weiß wovon ich spreche. In späteren Versionen kümmerte sich Windows darum und die Programme sollten Befehle von Windows dafür verwenden. Doch dafür ist die Kosmos-Software etwas zu alt... sie möchte die Schnittstelle gerne über den Speicherbereich ansprechen. Und den Zugriff auf diesen verwehrt Windows in der Regel; userport.sys ist ein Gerätetreiber, der ihn doch wieder zur Verfügung stellt.

Da ergibt sich aber die nächste Hürde: userport gibt von Haus aus drei Speicherbereiche frei, die eigentlich die gängigen Adressen abdecken. Vielleicht aber auch nicht. Deswegen gilt es zunächst, die Speicherbereiche aller vorhandenen LPT-Anschlüsse herauszufinden. Vor Windows 95 werden die Bereiche im BIOS konfiguriert und man sollte dort nachsehen. Mit Windows 95 kümmert sich schließlich Windows darum: Im Gerätemanager (in neueren Versionen: Systemsteuerung -> Verwaltung -> Computerverwaltung -> Geräte) klickt man sich bis zu den Parallelports vor, wählt Eigenschaften und in der letzten Registerkarte ("Anschlüsse") kann man den Speicherbereich ablesen (übligerweise einer aus 0x378-0x37F, 0x278-0x27F, 0x3BC-0x3BF, 0x3E8-0x3EF). Notieren.

Falls userport noch nicht installiert ist: Entpacken und userport.sys nach C:\Windows\system32\drivers kopieren.
Nun das Konfigurationsprogramm von userport (userport.exe) starten und sicherstellen, daß alle notierten Speicherbereiche auch aufgeführt bzw in den aufgeführten enthalten sind. Mit einem Klick auf "Start" sicherstellen, daß der Treiber geladen ist.

Nun kann man das Interface anschließen, eine Schaltung aufbauen und ein Kosmos-LAB starten. (Das Interface braucht nicht beim Windows-Start verbunden zu sein, die LABs müssen auch nicht in einem Kompatibilitätsmodus ausgeführt werden.) Es sollte nun funktionieren. Falls nicht, siehe nächsten Abschnitt.

was nun passiert... und Einstellungen

Die Kosmolab Software probiert nun einige bekannte Adressbereiche aus. Gleichzeitig probiert sie an jedem dieser Anschlüsse auch verschiedene Takte für den A/D-Wandler aus. Nachdem das passiert ist, kann man diese Suche unter C:\Windows\kosmos.ini protokolliert sehen. Sollte der oben für den Parallelport ermittelte Speicherbereich wider Erwarten nicht bei den durchsuchten sein, kann man ihn hier auch selber festlegen.
Wenn nun das Interface nun immernoch nicht gefunden wird, so liegt wahrscheinlich ein Konflikt mit irgendeiner anderen Hard- oder Software vor. Dann sollte man im Gerätemanager (oder im BIOS, je nach Windows-Version) den Speicherbereich verstellen. Bei mir klappte 0x378 nicht, obwohl er im userport-Bereich 200-37f enthalten war, nach dem Umstellen auf 0x3bc wurde das Interface dann erkannt.

Ist das Interface gefunden worden, sieht man gegen Ende der Datei die ermittelten Werte (Speicherbereich, Zeitintervall für den Takt und ob die Datenleitung invertiert ist (nach dem Umbau: 0).

Für zusätzlichen Komfort kann man nun noch im Installationsverzeichnis (C:\HITEC) die hitec.ini bearbeiten. Dort lässt sich die Größe der LAB-Fenster beim Programmstart (Standard ist so groß wie der Bildschirm) festlegen. Wenn man das Minimieren erlaubt, lassen sich die Fenster auch in der Größe anpassen.


Ausblick

Da auch nach dem Umbau mein Interface erst auf 0x3bc gefunden wurde (und ich das vor dem Umbau nicht probiert habe), kann ich nicht sagen, ob dieser notwendig war.

Die einzige zwingende Voraussetzung jedoch ist ein Computer mit Parallel-Port. Also einem eingebauten. USB-LPT Adapter können nicht funktionieren: ihr Treiber stellt keinen eigenen Speicherbereich zur Verfügung und KosmoLab kann sie deswegen nicht nutzen.
Damit scheiden eigentlich alle moderenen Computer aus. (Ich habe aber noch zwei Ideen... werde weiter probieren und berichten.)
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Re: KOSMOS (XN) HiTec electronic + PC Interface (1993)

Ungelesener Beitragvon ChrisH » 3. Apr 2016, 10:56

Hallo Dominic,

dank Dir für Deine tiefgreifenden Ausführungen! Ist echt schon, wenn das Thema mal wieder aufgegriffen wird - auch wenn Jahre dazwischen liegen.
Bei mir (und weiteren Forums-Mitgliedern) hatte das Interface wirklich erst nach dem Umbau funktioniert - dann aber einwandfrei. Verwendet hatte
ich auch einen recht alten PC (wovon ich noch zwei weitere in Reserve haben, falls ich mir den Kasten mal wieder zulege).

Bin schon gespannt auf Deine weiteren Ideen ;-)

Grüße, Christian
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