DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Alles, was bei der Anwendung der Kästen hilfreich sein kann...

DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon buedes » 18. Feb 2016, 12:12

An dieser Stelle soll mal auf ein Gerätchen aufmerksam gemacht werden, welches meiner Meinung nach auch für uns Experimentierkasten- Freunde sehr nützlich sein kann. Es handelt sich um ein kleines – gerade mal 6 x 10 cm messendes - Vierkanal- Speicher- Oszilloskop zum kleinen Preis, welches aber mit überraschend vielen Mess-Funktionen aufwarten kann.
Bild

Specification:
- Analog channel * 2 : [CH_A] [CH_B]
- Digital channel * 2 : [CH_C] [CH_D]
- Vertical Scale: 20mV-10V/div (x1 probe)
- Vertical solution: 8 bit
- Input coupling: AC/DC
- Max input voltage: 80Vpp (x1 probe)
- Storage: 4K per channel
- Software trigger type: edge, pulse, level (to be added)
- Hardware trigger type: edge
- Trigger source: CH1/CH2/EXT
- Test Signal generater: 10Hz to 1Mhz
- Storage: internal 2MB USB disk
- Auto measure: Vmax, Vmin, Vpp, Vavr, Vrms, Freq, Period, Pulse, Duty
- Cursor measurement: Level, Voltage
- Display mode: CH1, CH2, EXT, CH1+CH2, CH1-CH2, CH1*CH2
- Sampling mode: real time
- Sampling rate: 1kSa/s - 72MSa/S
- Power: Lipo battery(built-in)
- Color:gray black & Silver
- Dimension(inch): 3.9*2.4*0.6
-Weight: 97g
Preis dieses DS203 ca. 126,00€.

Im Computerclub 2 wurde es von Heinz Schmitz mal vorgeführt und sehr gelobt. Siehe da:
https://youtu.be/h0_nPACzkhA

Bild

Die kleine Bauform bringt jedoch auch einige Nachteile mit sich. So ist z.B. die Bedienung des Gerätes gewöhnungsbedürftig, Man muss schon geraume Zeit damit verbringen, um sich die vielen Menüpunkte, welche sich hinter den nur 6 Bedienelementen verbergen, einzuprägen.
Dabei können die vielen im Internet kursierenden Beschreibungen und Manuale ein wenig behilflich sein.

Gruß, Horst
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon mjwolf » 18. Feb 2016, 15:55

Hallo Horst,
ich möchte Deinen Tip noch ergänzen: Ein Freund von mir hat dieses Gerät [EDIT: ich selbst konnte seines auch schon ausführlich testen], und es ist wirklich nett. Gerade für unterwegs sind mobile Geräte unschlagbar (ich selbst habe nettwerweise die Möglichkeit, ein mobiles 40MHz-Scope vom Lehrstuhl ausleihen zu können...). Man sollte sich aber genau überlegen, wie oft man wirklich mobil arbeiten muss, denn gute "große" (= viel leichter zu bedienende) DSOs mit der vierfachen [argh... EDIT: hundertfachen] Bandbreite (bis 100MHz) gibt es gebraucht schon für weniger als die Hälfte... ich sage das nur, weil die Verlockung, sich so ein kleines süßes Ding zuzulegen wirklich groß ist, und hinterher ärgert man sich dann vielleicht über rausgeworfene 200 Euro.
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon hammady » 18. Feb 2016, 18:13

hi

Ich habe mir ein Digiscope der Marke SIGLENT zugelegt welches eine Bandbreite von 100 MHz. Nach eingehender Recherche stellte sich heraus dass es Baugleich mit einem Renomierten Hersteller ist,
der ebenfals auf LENT endet. Nach einem Kalibriervorgang stellte sich herraus dass die Bandbreite bei 100MHz bei weitem nicht ausgereitzt wird. So beschloss ich weiter zu recherchieren und fand ein inoffizielles Firmwareupdate bis 200MHz welches dann auch gleich eingelesen wurde. Jetzt ist bei 216MHz die -3db Grenze erreicht was nicht mal schlecht ist.
Auch die Anderen Gerätedaten wie Anstiegsgeschwindigkeit usw. lassen keine Wünsche offen. Bei einem Preis von gerade mal ca.350Euro ist diese Gerät sehr gut ausgestattet und auch Brauchbar im Service oder Reparaturbereich.
Der 7Zoll Bildschiern besitzt eine gute Auflösung, also keine Grisselzeuch wie andere dieser oder höherer Preisklasse.
Über die LAngzeitstabilität kann ich noch keine Auskunft geben das kommt dann mit der Rekalibrierung


LG ANDY
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon buedes » 18. Feb 2016, 19:07

Liebe Leute,

es liegt mir fern dieses Mini-Gerät mit einem hochpräzisen professionellen Oszilloskop zu vergleichen. Für mich ist es halt faszinierend, welche Funktionen hier auf kleinstem Raum untergebracht sind. Das alles zum kleinen Preis von gerade mal 126,00 Euros (Neupreis wohlgemerkt!). Und es scheint noch gar nicht ausgereizt zu sein. Das Ding ist Open Source, die Hardware ist dokumentiert und es kursieren schon einige Programmvariationen dafür. Es wird also spannend, die Entwicklung weiter zu verfolgen.

In erster Linie habe ich es mir gekauft, um meine bisherigen spärlichen Kenntnisse, welche ich mit meinem alten HAMEG 207 gewonnen habe, in Richtung Digital-Speicheroszilloskop auf praktischem Wege zu erweitern. Wenn ich dabei etwas kaputt mache, ist der Schaden mit 126,00€ nicht allzu groß.

Da es batteriebetrieben ist, fällt auch schon mal das Problem des falschen Masse-Anschlusses bei Messung an netzbetriebenen Geräten weg. Das stelle ich mir wenigstens jetzt mal so vor.

Zum ersten nützlichen Einsatz soll es hier verwendet werden. Nur fehlt mir noch das nötige Know How dazu, es dort zweckentsprechend einsetzen zu können.

Gruß, Horst
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon mjwolf » 19. Feb 2016, 01:12

Hallo zusammen,

buedes hat geschrieben:es liegt mir fern dieses Mini-Gerät mit einem hochpräzisen professionellen Oszilloskop zu vergleichen. Für mich ist es halt faszinierend, welche Funktionen hier auf kleinstem Raum untergebracht sind.


wir auch nicht :-) Und Deine Faszination kann ich echt gut verstehen. Ich finde es für Hobby-Elektroniker echt gut. (Funkamateure lächeln eher darüber - 1MHz, okay... für die nicht so berauschend...)

buedes hat geschrieben:Da es batteriebetrieben ist, fällt auch schon mal das Problem des falschen Masse-Anschlusses bei Messung an netzbetriebenen Geräten weg. Das stelle ich mir wenigstens jetzt mal so vor.


Haben normale Oszis nicht alle einen potentialfreien Eingang? Deshalb ist ja immer die Bezugs-"Masse" mit anzuschliessen...

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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon buedes » 19. Feb 2016, 08:29

mjwolf hat geschrieben:...Haben normale Oszis nicht alle einen potentialfreien Eingang? Deshalb ist ja immer die Bezugs-"Masse" mit anzuschliessen...

Hallo Martin,

ich selbst blicke da noch nicht so ganz durch. :angry:
Aber sieh´mal hier, zu welchen Problemen (Kurzschlüssen usw.) es eventuell in diesem Zusammenhang kommen kann.

Gruß, Horst
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon hammady » 19. Feb 2016, 23:23

hi

Leider / Gott sei Dank haben Oszilloskope keine Galvanische Erdtrennung. Wenn so etwas benötigt wird wird entweder der Prüfling oder das Messequipment mit einm Trenntrafo Erdfrei betrieben.
Manchmal ist die Erdverbindung ein Fluch aber auch genauso oft von Vorteil.

Ich will auf keinen Fall das Kleine Oszi verunglimpfen dennoch halte ich es für wichtig und richtig auf andere relativ günstige alternativen hinzuweisen.
Ich selbst habe neben meinen beiden Analogen und dem Digiscope noch das Kleine Vellemann HS 140 welches mit 10 MHz Bandbreite mir auch schon gute Dienste erwiesen hat.
Da ich wie Horst zu den Freunden von Dreirädern gehöre ist dort auch der Einsatz zu finden. So kann ich z B meine Zündimpulse messen.
Genaue werte sind jedoch nicht möglich. Aber manchmal genügt es zu wissen ob ein Signal da oder nicht da ist bzw welche Form es hat.
Leider ist bei geringen Bandbreiten oft die Lesbarkeit der Signale nur bis zur halben bis dreiviertelten Bandbreite vorhanden.
Um ein Gutes gebrauchtes Digi zu bekommen vergehen schon mal ein paar Tage um ein für Bastler und Hobbyisten preislich erschwingliches Modell zu finden.
Die meisten Geräte die billig zu haben sind haben defekte oder sind außerhalb der Herstellertoleranzen, was aber oft nicht dazugesagt wird.
Sicher wird es dem " HEIMELEKTRONIKER " nicht auf 100%ige Messwerte ankommen, aber wenn man dann die Preise wieder vergleicht...


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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon buedes » 20. Feb 2016, 08:23

hammady hat geschrieben:So kann ich z B meine Zündimpulse messen.

Hallo Andy,

hast du mal einen Tipp für mich, wie man das Gerät da zweckmäßigerweise anschließen könnte?

Gruß, Horst
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon mjwolf » 20. Feb 2016, 15:59

Howdy,

hammady hat geschrieben:Leider / Gott sei Dank haben Oszilloskope keine Galvanische Erdtrennung.


peilicherweise hatte ich das aus irgend einem Grund genau andersherum im Kopf... aber Ihr habt schon Recht.

hammady hat geschrieben:Wenn so etwas benötigt wird wird entweder der Prüfling oder das Messequipment mit einm Trenntrafo Erdfrei betrieben.
Manchmal ist die Erdverbindung ein Fluch aber auch genauso oft von Vorteil.


Yep.

@Horst: Dein Link ist gut, der beinhaltet schon im Text alles Wichtige. Kannst ja gerne schreiben, wo Du da noch nicht 100% durchblickst, ist für andere vielleicht auch interessant. Gerne auch per PN...

hammady hat geschrieben:Ich will auf keinen Fall das Kleine Oszi verunglimpfen dennoch halte ich es für wichtig und richtig auf andere relativ günstige alternativen hinzuweisen.


Genau darum ging es mir auch.

hammady hat geschrieben:Die meisten Geräte die billig zu haben sind haben defekte oder sind außerhalb der Herstellertoleranzen, was aber oft nicht dazugesagt wird.


Oder sind einfach 40 Jahre alt. Aber hey, ein 40 Jahre altes Tektronix, das 150-200MHz Bandbreite hat, das damals "cutting edge of technology" war, mehrere 10.000,- DM gekostet hat und die ganze Zeit über gut behandelt wurde, das tut heute auch noch... mir egal, dass es größer, schwerer und energiehungriger ist als moderne Geräte...

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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon hammady » 20. Feb 2016, 23:26

hi

@horst
Ich habe mir Aus einem alten Zündstroboskop den Induktiv Abgriff geschnappt um Lose gekoppelt am Zündkabel messen zu können.
um die impulse aus dem Pickup der ZGP Anzuzeigen habe ich einen 10:1 Tastkopf den ich wie gewohnt auf Masse und den Roten Signaldraht hänge.

@ Martin

Da hast du schon recht dass es auch ein gepflegtes Monster sein darf, aber nicht jeder hat den Platz dafür Ich habe zwar mehrere Geräte aber nie mehr als zwei in betrieb
denn mein Arbeitsplatz ist nur ein Schreibtich mit 1,6x1,6m

LG Andy
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon Georg » 21. Feb 2016, 10:41

Aus einem alten Zündstroboskop den Induktiv Abgriff


Hallo Horst, Andy,
Wenn man so eine Zange von einem Stroboskop nicht
hat, kann man den Kern aus einem Zeilentrafo verwenden.
(Noch gibt es im Elektronikschrott Röhrenmonitore)
Als ich mir um 1970 ein Stroboskop bastelte, hatte ich
mit ca zehn Windungen genug Spannung um den Thyristor
anzusteuern.
Aber wie ich Horst kenne, will er gerne die Hochspannung
aus der Zündspule "sehen" ?
Dazu braucht man einen Hochspannungstastkopf 1 : 100 oder
noch höher.
Eigentlich kann man auch an der Primärseite des Zündtrafo alles
sehen, da der Trafo feste Kopplung aufweist.
Dort liegen einige Hundert Volt an, wenn der Funke
überspringt. Ein Tastkopf 1:10 reicht dafür normalerweise.
Georg
 
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon buedes » 23. Feb 2016, 09:46

Georg hat geschrieben:Aber wie ich Horst kenne, will er gerne die Hochspannung
aus der Zündspule "sehen" ?

Hallo Georg,

ja, das wäre natürlich optimal! :lol_1:

Habe gerade mal meine alte Zündzeitpunkt-Pistole rausgekramt, musste aber zu meinem Bedauern feststellen, dass da gar keine Abgreifzange dran ist. So etwas müsste ich mir also selber bauen oder mal auf dem Flohmarkt danach Ausschau halten.

Aber wichtiger ist mir z.Z., eine Ankopplungsmöglichkeit an den Entladekreis des Magnetaufladers zu finden. Da habe ich noch keine Ahnung, wie und wo ich mit dem DS203 etwas (ungefährlich) messen könnte.



Gruß, Horst
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon Georg » 23. Feb 2016, 18:40

Aber wichtiger ist mir z.Z., eine Ankopplungsmöglichkeit an den Entladekreis des Magnetaufladers zu finden.


Hallo Horst,
dazu brauchst du einen Stromshunt, z. B. so einen Widerstand:

http://www.reichelt.de/25W-METALL-0-1/3 ... widerstand

Den schaltest du in den Stromkeis ein und greifst über den Shunt den
Strom ab. 10 Ampere geben 1 Volt, 100 Ampere 10 Volt usw.
Meßshunts gibt es mit noch kleineren Widerständen, die sind aber recht teuer.
Hier :

http://www.bnhof.de/~ho1645/shunt/shunt.html

verwendet jemand ein Stück 3 x 1,5 mm² als Shunt.

Gruß
Georg
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon buedes » 23. Feb 2016, 23:43

Hallo Georg,

Physikfan hat vorgeschlagen, einfach ein gerades Stück des Spulendrahtes als Shunt zu nutzen. Sagen wir mal, ich nähme 20cm des 2,5qmm Kuperdrahtes dafür, dann ergäbe das nach meiner Berechnung einen Widerstand von 0,0014 Ohm. Bei 100A z.B. würden dann 0,14V abfallen. Ich hoffe, ich habe richtig gerechnet.

Das DSO müsste dann so eingestellt werden, dass im "Singl Trigger"- Verfahren die Entladekurve gut sichtbar dargestellt wird bei DC-Kopplung und vielleicht 0,2V oder 0,5V pro Grid Darstellung. :gruebel:

Gruß, Horst

P.S.
...nur leider keine Reaktion auf dem Display! :zucken:
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon Georg » 24. Feb 2016, 12:22

meiner Berechnung einen Widerstand von 0,0014 Ohm.


Hallo Horst,
ausgehend von der Rechnung in dem Link mit der Motorstrommessung
erhalte ich das selbe Ergebnis.
Wenn du 139 mm Länge von deinen 2,5 mm² nimmst, hast du 1 mOhm und die
Umrechnerei fällt weg.
Gruß
Georg
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon buedes » 24. Feb 2016, 13:44

Hallo Georg,

um eine genaue Messung geht es mir vorerst mal weniger als darum, überhaupt etwas angezeigt zu bekommen.

Diese Single Trigger Einrichtung funktioniert zwar. Das habe ich schon ausprobiert. Es scheint aber Probleme mit der über dem Shunt gewonnenen Mini- Spannung zu geben. Wahrscheinlich ist da noch nichts Messbares zu finden. Dass überhaupt eine Entladung stattfindet, sieht man daran, dass die Spule nach wie vor beim "Schuss" zuckt. :-)

Gruß, Horst
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon Georg » 24. Feb 2016, 19:37

Hallo Horst,
möglicherweise ist der Strom geringer, als du glaubst/hoffst?
Kannst du die Vertikal-Empfindlichkeit noch erhöhen?
Eine Art orientierende Vorprobe kann man so vornehmen:
Schalte eine sehr geringste Scan-Geschwindigkeit ein
(mehrere Sekunden für einen Sweep) und schalte
den Stromstoß ein, wenn der Sweep losmarschiert.
Du hast dann wenigstens eine grobe Anzeige des Impulses
unf kannst die Parameter für den Single Scan halbwegs
fundiert einstellen.
Außerdem solltest du die Spannung am Kondensator mal erhöhen.
U.U. ist der Entladestrom recht gering, da der Kern nicht
in die Sättigung kommt. Der Impuls zieht sich dann über
eine längere Zeit hin und wird dadurch ganz flach.
Das Integral über I=f(t) ist prop. zur Ladung des Kondensators.
Gruß
Georg
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon hammady » 24. Feb 2016, 20:23

hi

Eine weitere Möglichkeit wäre den Externen Trigger zu verwenden damit wird der Trigger gestartet wenn über die EXTern Buchse ein Signal kommt.
Es kann aber auch sein das dein Innenwiderstand die Spannung zu sehr belastet denn 140mV bei 100A ist nicht die Masse. In meiner beruflichen Tätigkeit
werden z.B. 100mV zum test für stabile Triggerung eingespeist. Auch wenn Oszis geringere Eingangsgrößen aufweisen.

Versuche es mal mit einem Impedanzwandler und danach mit einem 10 fach Verstärker.

LG ANDY
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon Lutz » 26. Feb 2016, 17:47

Moin!

irgendwo hatte ich dieses kleine DSO schon mal gesehen... Aber jetzt, getriggert durch diese Seite hier, hab ich mir auch eines gekauft und übe noch.
Bedienung von dem kleinen Wunderding ist etwas fummlich, aber beherrschbar.

Schön, dass es sogar alternative Anwendungen (Apps) z.b. auf Seeedstudio gibt.
Der 'Frequency response plotter' gefällt mir, leider speichert er keine Screenshots, da mein Gerät "zu modern" ist (HW 2.81 Sys V1.61 und 8MB)
Andere Apps habe ich noch nicht ausprobiert, kommt aber noch.

Insgesamt sicher begrenzte Möglichkeiten, aber dennoch ganz erstaunlich, was so möglich ist

Viele Grüße
Lutz
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon buedes » 27. Feb 2016, 12:07

Hi

Weiter oben hatte ich ja geschrieben, dass ich dieses smarte Gerätchen insbesondere dazu verwenden will, meine bescheidenen Kenntnisse im Umgang mit Oszilloskopen zu aktualisieren. Zu diesem Zweck habe ich jetzt einen Online-Videokurs gefunden, der es verdient, an dieser Stelle mal erwähnt zu werden:

https://youtu.be/qc0BqbiBdb4

Gruß, Horst
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon buedes » 27. Feb 2016, 21:12

Liebe Kollegen!

In diesem Video verwendet der Autor einen fliegend zusammengelöteten "kleinen regelbaren Verstärkerschaltkreis" bei Minute 2.17. So was ähnliches würde ich auch gerne aufbauen. Kann mir jemand in einer Kosmos, Philips/ Schoco oder Busch- Anleitung eine derartige Schaltung nachweisen?

Gruß, Horst
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon hammady » 28. Feb 2016, 20:26

Hi

Hallo Horst

Leider habe ich jetzt keinen Aufbauplan von Kosmos, aber die Schaltung ist so einfach das bekommst auch ohne hin.

Hier die Schaltung Bild. Ich habe diese grade bei Batronix geklaut, :psst:

Wenn Du den R2 mit einem Poti erweiterst kannst du den Verstärkungsfaktor einstellen nach der Formel V= R2/R1+1 da es sich um einen nichtinvertierenden Verstärker handelt.
Als Widerstände würde ich für R1 1K verwenden das Poti (R2 ) 100k plus einen Widerstand mit 1K. Somit kannst du die Verstärkung zwischen 1 und 102 Regeln, was schon recht hoch ist.
Als OP geht jeder Typ aus der Bastelkiste ich würde aber einen TL081 ( 1/4 TL084 ) nehmen da dieser JFET Eingänge besitzt und deshalb recht Rauscharm ist.

Di kannst aber auch mehrere Stufen machen was deine Bandbreite dann nicht so sehr schmälert. Also 10-fach und 10-fach hintereinander z.B.

LG ANDY
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon buedes » 29. Feb 2016, 20:47

Hi

In einem neuen Anlauf habe ich jetzt eine von diesen Kroko-Strippen als Shunt in den Entladekreis eingebaut und folgende Anzeige erhalten:
Bild

Immerhin ist nun schon mal etwas zu sehen! (Blaue Kurve)

Gruß, Horst
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon Lutz » 1. Mär 2016, 00:13

Moin!

...dann schieb mal die blaue Linie weiter runter, wähle entweder eine passende Spannungseinstellung, dass das Signal den Schirm besser ausschreibt oder nimm einfach einen "Abgriff" an deiner Zuführung vom Kondensator zur Magnetisierungsspule.

Mit dem Kroko-Verbindungskabel baust du dir nur einen relativ miserablen Messzweig dazwischen, denn bei den Kabeln wird leider an allem gespart. Das verfälscht das Ergebnis nur ins negative!

Gruss Lutz
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon Friedhelm » 3. Mär 2016, 10:42

Frage von Horst: "hast du mal einen Tipp für mich, wie man das Gerät da zweckmäßigerweise anschließen könnte?"

Lieber Horst!

Das steht in Deinem Buch "100 Versuche mit dem Oszilloskop".....

Mein Gedächtnis ist doch nicht so schlecht, wie ich immer dachte!

Viele Grüße aus Balve,

Friedhelm
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon buedes » 3. Mär 2016, 14:28

Lieber Friedhelm!

Dank dafür, dass du mich nochmal an dieses Buch erinnerst. Doch leider gibt es für meine spezielle Anwendung nicht viel her. Klar, es geht ja auch um die Darstellung eines einmaligen Vorgangs, und das war mit den dort eingesetzten analogen Oszilloskopen noch nicht möglich.

Das hier beschriebene Digital-Speicher-Oszilloskop hat ja eigens dafür diesen Single-Trigger-Modus. Nur ist es mir bisher noch nicht gelungen damit die Entladekurve des großen Kondensators aufzuzeichnen. Ich stehe dabei vor zwei Problemen:
1. geeignete Ankopplung
2. richtige Einstellung des DSO

@Andy
Dein Vorschlag für einen von mir gesuchten einfachen Verstärker sieht zwar äußerst einfach aus. Jedoch sind 2 verschiedene Speise-Spannungen notwendig.

@Lutz
Das dünne Krokokabel habe ich absichtlich genommen, um damit mal ein bisschen mehr Widerstand als Shunt und damit eine größere Spannung rauszubekommen.
Aber irgendwie gelingt es mir nicht am DSO die richtigen Einstellungswerte zu finden.

Gruß, Horst
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon hammady » 3. Mär 2016, 21:50

hi

@ Horst

Du kannst die Schaltung jederzeit auch Asymetrisch also mit nur der Positiven / Negativen Spannung betreiben, jedoch ist dann keine negative bzw. Positiven Signale möglich
Du kannst den Eingang und die Masseverbindnung auch jederzeit an deinen Stromshunt anschließen.

Hat dien Oszi auch eine Speicherfunktion? Wenn ja kannst du die Einzelnen Ablenkzeiten damit aufzeichnen und dein Signal dann suchen.

ICh habe mir gerade nochmal dein Bild angesehen und reingezoomt.
Dein Oszi zeigt <U 236mV unten links im Schirm. Also müste deine Spannung sich auch in diesem Feld bewegen was sie auch macht nur tut Sie das gleich am Anfang des Signals und wird angezeigt durch den fast senkrechten Strich am linken BIldrand Versuche mal das gesammte Signal einzufangen indem Du die V/DIV höher wählst.
Wenn Du Die Spannung komplett hast kannst Du dich mit der Zeitablenkung spielen bis du das gewünschte Signal hast. Das ist der einfachste weg ein Signal zu finden.




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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon buedes » 3. Mär 2016, 22:20

hammady hat geschrieben:...Hat dein Oszi auch eine Speicherfunktion? ...

Das muss ich noch herausfinden. Jedenfalls gibt es eine Einstellmöglichkeit "Position in der aktuellen Wellenform"
Speichertiefe.jpg
Speichertiefe.jpg (32.19 KiB) 14305-mal betrachtet


Gruß, Horst

P.S.
Was unten links als Delta U angezeigt wird, ist leider nicht die außen anliegende Spannung, sondern der Abstand zwischen zwei horizontalen Linien, welche mittels V1 und V2 (Menüleiste rechts) an die Kurvenform angelegt werden können.
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon buedes » 4. Mär 2016, 14:22

Hi

Nach langem Rumprobieren sieht es jetzt so aus, als hätte ich die richtige Kurve auf dem Schirm. Das Ergebnis ist jedenfalls reproduzierbar:
IMAG017.jpg
IMAG017.jpg (30.04 KiB) 14254-mal betrachtet

Die Spannungsspitze hat einen Wert von ca. 1V. Bei einem Widerstand des Shunts von 0,03 Ohm errechnet sich ein Stromstoß von 33,3A. Ich denke, das ist ein realistischer Wert!

Gruß, Horst
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon Georg » 4. Mär 2016, 23:52

Hallo Horst,
das sieht doch ganz gut aus! Ist der Widerstand
des Shunts annähernd (+- 10 %) genau bekannt?
Gruß
Georg
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon buedes » 5. Mär 2016, 09:55

Hallo Georg!

Ob der Widerstand jetzt 30mOhm beträgt, weiß ich nicht ganz genau. Ich habe die Zuleitung von der Spule zum Schalter als Shunt genommen und mit meinem Billig-Messgerät deren Widerstand ausgemessen.

Meine nächste Arbeit wird sein, einen solchen angeblich sehr genauen Milliohm- Messvorsatz zu bauen:
https://youtu.be/sZV-dW9GUYI?t=222

Gruß, Horst
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon Georg » 5. Mär 2016, 15:25

Hallo Horst,
der Link macht einen guten Eindruck. Das hat alles
Hand und Fuß.
Als Shunt bieten sich auch die Drähte von Telefoninstallationsleitung
an, bei denen kann man sich ähnlich wie bei NYM darauf verlassen,
daß der Querschnitt gleichmäßig ist. Meist ist die Rede von 4 x 0,6 ;
0,6 dürfte der Durchmesser sein.
Wenn du den Shunt aufwickeln mußt, bifilar wickeln.
Gruß
Georg
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon hammady » 5. Mär 2016, 19:06

Hallo

@ Horst

Ich bin ab Montag wieder im Labor ich könnte dir dir ein Stück Konstantandraht aus dem meinem Fundus
mit Zwei Bananenbuchsen versehen und dann den Widerstand bis 10E-5 vermessen dann kannst Du den Strom
ziemlich genau berechnen.

@ Georg

Die 0,6 geben den Querschnitt in mm² an wie bei allen Kabelquerschnitten.

Hier mal eine Tabelle wie sie in der Installationstechnik Verwendung findet
http://www.mostec.de/03Mostec2000/Mostec2000/Anhang/Tabellen/Belastbarkeit_Kabel.html

LG ANDY
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon buedes » 5. Mär 2016, 19:15

Hallo Andy,

das hört sich gut an!

Gruß, Horst
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon Georg » 5. Mär 2016, 19:53

Hallo Andy,
was die Telefonleitung betrifft, findet man z. B. hier:

http://www.elektronikwissen.eu/Telefoninstalation.html

Für Hausanschlüsse verlegt die Deutsche Telekom ab dem APL standardmäßig 4-adrige Kabel (Sternvierer), wobei die Adern eine massive Kupferseele mit einen Durchmesser von 0,6 — 0,8 mm haben und miteinander verdrillt sind.


Um ganz sicherzugehen, hab ich nachgemessen:
exaktement 0,6 mm Durchmesser.
Gruß
Georg
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon hammady » 5. Mär 2016, 20:59

hi

Jetzt bin ich geplättet trotz 30 Järiger Berufserfahrung war ich bis jetzt der überzeugung dass es sich um den Querschnitt handelt.
Es ist aber wie Du sagst der Durchmesser. Leider ist es aber die Regel ( was auch im verlinktem Thread genennt wird ) dass in Katalogen die
Angabe als mm² angegeben ist und sich dies dann in die Köpfe der meisten einbrennt.


@ Horst
ich mach mich Morgen darüber und Vermesse den Widerstand dann nächste Woche.
dann brauche ich nur nochmal deine Adresse damit du den Draht auch bekommen kannst.


LG ANDY
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon buedes » 5. Mär 2016, 21:51

Hallo die Herren,

also mein Telefonkabel hat auch 0,6mm. Das wären dann 0,2827qmm Querschnittsfläche.

Bei Verwendung von 16m und unter Zugrundelegung des spezifischen Widerstandes von Kupfer mit 0,01786 Ohm*mm²/m hätte ich dann einen Widerstand von ziemlich genau 1 Ohm. Der könnte mir aber höchstens als Vergleichsnormal dienen. Einen Strom von 33A könnte ich da ja schwerlich durchschicken.

@Andy
In dieser Tabelle sind zwar die Leitungsquerschnitte angegeben, und das sind auch die für den Elektriker geläufigen Kabelmerkmale. Aber eine normale 1,5er Elektroleitung hat nur einen Durchmesser von 1,38mm und eine 2,5er misst nur 1,78mm.

Diese Tatsache war mir vor vielen Jahren auch schon aufgefallen und hat mich damals veranlasst, mal eine Anschauungstafel anzufertigen:
Kabels.jpg
Kabels.jpg (38.62 KiB) 14155-mal betrachtet


Gruß, Horst
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon Georg » 5. Mär 2016, 23:58

Bei Verwendung von 16m und unter Zugrundelegung des spezifischen Widerstandes von Kupfer mit 0,01786 Ohm*mm²/m hätte ich dann einen Widerstand von ziemlich genau 1 Ohm. Der könnte mir aber höchstens als Vergleichsnormal dienen. Einen Strom von 33A könnte ich da ja schwerlich durchschicken.


Horst,
das verstehe ich nicht ganz. Ein Shunt für deine Magnetisierungsversuche sollte zwischen
10 und 100 mOhm liegen, das wären 16 bzw 160 cm von dem Telefondraht.
Ich würde mir welche mit 10, 20, 50 und 100 mOhm anfertigen.
Wie gesagt bifilar aufwickeln.
Gruß
Georg
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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon hammady » 6. Mär 2016, 00:19

hi

Da du ja nur kurze Impulse hast würde das schon gehen allerdings wird der Draht schnell sehr Heiß und ändert dann wider den Widerstand.
Ich habe deinen Widerstand aus 1,2 mm dickem Konstantan gewickelt, der zwar auch sehr Warm wird aber das besser ab kann
als Kupfer. Genaue Spezifikation lautet 0,49 Ohm/m/mm². Also bei habe ich ca 2,3 m á 0,433 Ohm/m genommen was einem Widerstand von 1 Ohm entspricht.
Den genauen Widerstand werde ich dann kommende Woche in der Firma schnell vermessen.
Sollte er die zu Hoch sein kannst Du auch Abzweigungen anbringen und diese vermessen bzw berechnen.
TEchnische Daten hier http://www.produktinfo.conrad.com/daten ... _de_en.pdf

Spalte 100/1,2

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Re: DS203- Ein Mini- Oszilloskop, das es in sich hat

Ungelesener Beitragvon buedes » 10. Mär 2016, 18:35

Hi
Nach Auswertung mehrerer Recherchen im Internet habe ich mir jetzt mal diesen Milliohm-Vorsatz zusammengebaut:

Bild
Konstantstrom 100 mA, Vierleitermessung

Die Genauigkeit muss noch getestet werden!

Gruß, Horst

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Habe an einem Stück Kantaldraht nachgemessen. Spezifiziert mit 0,6mm Durchmesser und 4,89 Ohm/m stimmt das genau mit meinem Messergebnis überein!
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