Ausstellung zu Wilhelm Fröhlich am Bodensee

Alles, was bei der Anwendung der Kästen hilfreich sein kann...

Ausstellung zu Wilhelm Fröhlich am Bodensee

Ungelesener Beitragvon JuergenK » 4. Okt 2012, 17:42

Unser Mitglied Radiomann hat mich soeben auf eine in Zusammenarbeit mit dem Schulmuseum Mühlebach, Amriswil, konzipierte Ausstellung mit Workshop unter dem Titel „Entdecken – Staunen – Begreifen“ aufmerksam gemacht, welche vom 28.10.2012 bis zum 25.11.2012 im Museum Rosenegg in Kreuzlingen läuft. Kreuzlingen ist, wie Radiomann es als Schweizer Bürger getrost sagen darf, "eine Art Schweizer Stadtteil von Konstanz" am Bodensee (Süddeutschland). ;-)

In der Vorankündigung des Museums heißt es:

Selbsttätiges Lernen wurde schon zu Beginn des 20.Jahrhunderts von verschiedenen Pädagogen als wichtig erkannt. Der Kanton Thurgau hat einige Pioniere hervorgebracht, welche Experimentiermaterial für den Unterricht entwickelt haben:

Johann Eberli
Dr. h.c. Wilhelm Fröhlich
Paul Eggmann
August Bach
Eugen Knup

Ihnen widmet das Schulmuseum Mühlebach eine Publikation. Das Museum Rosenegg zeigt eine Ausstellung ausgewählter Materialien. Im Sinne der Pioniere gibt es zudem Experimentierstationen, die vor allem auch Familien ansprechen werden.


Im Verlauf der Ausstellung findet übrigens am 21.11.2012 ein öffentlicher Festakt zum 120. Geburtstag von Dr. h.c. Wilhelm Fröhlich statt.

Hier zwei Links zum Museum:

Homepage
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Re: Ausstellung zu Wilhelm Fröhlich am Bodensee

Ungelesener Beitragvon ThomasK » 4. Okt 2012, 18:05

Herzlichen Dank an Radiomann und Jürgen für diesen Hinweis! Jetzt muss ich mal planen, wie ich in der Zeit dahin komme.
Falls das nicht klappen sollte, möchte ich die Mitglieder hier um Bilder der Ausstellung bitten, sofern sie die besuchen (so man denn fotografieren darf...).

Gruß,
Thomas
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Re: Ausstellung zu Wilhelm Fröhlich am Bodensee

Ungelesener Beitragvon Radiomann » 22. Nov 2012, 13:46

Liebe Forengemeinde: Dieser öffentliche Anlass ist gestern Abend gut gelungen über die Bühne gegangen. Die Referate aus verschiedenen Blickwinkeln waren interessant. Ein "Trost" für Leute, die nicht teilnehmen konnten: Für Insider/Experten - und das sind die Foren-Mitglieder hier doch :winkie: - war zu den Baukästen an sich erwartungsgemäss nichts Neues zu hören. Beim Adressatenkreis handelte es sich wohl schwergewichtig um Personen, denen der Name Wilhelm Fröhlich zwar etwas sagt und die zum Teil sogar noch zu ihm in die Schule gegangen waren, sich aber nicht gezielt ausführlich mit seinem Werk beschäftigt haben. Es waren nebst generell Interessierten auch einige ehemalige Schüler/Schülerinnen von Wilhelm Fröhlich anwesend. Einer davon (Peter Müller, ehem. Sekundarlehrer Kreuzlingen) liess die zahlreiche Zuhörerschaft sehr spannende und auch lustige Momente aus dem Naturwissenschafts-Unterricht bei W. Fröhlich nochmals "hautnah" erleben. Der von Ostfildern extra angereiste Referent Dr. F. K. Oexler gab in seinem Referat Phosphor unterm Weihnachtsbaum einen umfassenden und interessanten Ueberblick über die Geschichte der Experimentierkästen mit besonderer Brücksichtigung des Werkes von Dr. Wilhelm Fröhlich und des KOSMOS-Verlages. Dr. Oexler behandelte kürzlich in seiner Doktorarbeit ein artverwandtes Thema *), so waren die Gäste direkt an der Quelle.

Unter folgendem Link sind am Anfang in einer kleinen Galerie einige Schnappschüsse zu sehen. Man beachte dort besonders den Bastelmann, den Transistor im Laboraufbau auf einer Holzgrundplatte und es ist auch Rainer Fröhlich , der Sohn von Wilhelm Fröhlich mit einem noch in Kunststoff-Folie verpackten fabrikneuen Radiomann zu sehen (bei einer Präsent-Uebergabe).

http://www.sarganserland-walensee.ch/KOSMOS_Experimentierbaukaesten/KOSMOS-Experimentierbaukaesten.htm

*) Florian K. Öxler: Vom tragbaren Labor zum Chemiebaukasten, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2010.

Im Uebrigen ist diesen Gedenk-Anlass begleitend auch eine Schrift zum Wirken von Wilhelm Fröhlich und anderen Thurgauer "Arbeitsschule"-Pädagogen heraus gekommen:

http://www.schulmuseum.ch/de/index.php?go=pioniereHome
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Re: Ausstellung zu Wilhelm Fröhlich am Bodensee

Ungelesener Beitragvon buedes » 22. Nov 2012, 21:51

Hallo Paul,

herzlichen Dank für diesen fleißigen Bericht von der Veranstaltung in Rosenegg. Solche ausgewählten Informationen tragen natürlich sehr dazu bei, den Blick auf Teile unseres Sachgebietes hier aus einer gewissen Enge herauszuführen und weiter zu vervollständigen. Zum Beispiel entdecke ich da Anleitungen usw. in mehreren Sprachen...
Aus der Fülle der von dir zur aktuellen Tagung auf deiner Homepage zusammengetragenen Ausstellungsstücke macht mich besonders ein Foto neugierig:
---Der Bastelmann.
Die Existenz derartiger Kästen hatte ich ja hier schon einmal angesprochen. Nun sehe ich dort auf deiner Seite das erste Mal einen solchen (ähnlichen) Kasten. Hast du vielleicht darüber noch weitere Erkenntnisse? Daran wäre ich sehr interessiert.

Wegen der Schrift „Thurgauer Pioniere des Experimentierkastens“ habe ich mich gleich mal an das Museum Mühlebach gewandt.

Gruß, Horst
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Re: Ausstellung zu Wilhelm Fröhlich am Bodensee

Ungelesener Beitragvon ThomasK » 22. Nov 2012, 22:52

Hallo,

ich sage auch mal ganz herzlichen Dank dafür. Ich werde es leider nicht schaffen auch nur die Ausstellung zu besuchen. Insofern sind da alle Informationen ebenfalls herzlich Willkommen.

Den Bastelmann hatte ich ja auch schon fast für einen Wolpertinger gehalten. Aber es gibt ihn doch. Der scheint nur ganz besonders selten gewesen zu sein.

Gruß,
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Re: Ausstellung zu Wilhelm Fröhlich am Bodensee

Ungelesener Beitragvon Georg » 22. Nov 2012, 23:29

Kuckt mal den "De jonge Electricien"!
Der weicht stark vom Elektromann ab, enthält auch einiges aus dem Bereich
Optik. Man kommt aus dem Staunen nicht raus.
Was diesen Bastelmann betrifft, denke ich daß der erst kurz vor
dem Krieg rauskam, wärend des Krieges praktisch nur in die Schweiz
verkauft wurde (Devisen für Kanonen) und nach dem Krieg nicht
wieder aufgelegt wurde.
Summa extrem selten.
Für den "großen" schweizerischen Elektromann fragt Radiomann, ob 44/45
Materialmangel vorlag. Möglich, aber nicht unbedingt ausschlaggebend .
Möglicherweise war Kosmos ausgebombt, auf alle Fälle waren aber
mit ziemlicher Sicherheit die meisten Mitarbeiter an der Front.
Das selbe traf vermutlich auf die zahlreichen kleinen Zulieferer
und Heimarbeiter zu, die mit den Kästen beschäftigt waren.
Gruß
Georg
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Re: Ausstellung zu Wilhelm Fröhlich am Bodensee

Ungelesener Beitragvon Radiomann » 23. Nov 2012, 12:13

Vielen Dank an Alle für das positive Echo!

Vom Bastelmann weiss ich leider nichts, habe aber nachträglich in der Galerie noch ein Bild vom Kasten-Inhalt eingefügt:

http://www.sarganserland-walensee.ch/KOSMOS_Experimentierbaukaesten/KOSMOS-Experimentierbaukaesten.htm

Der Bastelkasten wird auch in einem historischen Spielwaren-Katalog von Franz Carl Weber (Zürich) aufgeführt:

http://www.sarganserland-walensee.ch/KOSMOS_Experimentierbaukaesten/FCW.htm

Ich warte auch gespannt auf die Schrift vom Museum Mühlebach/Amriswil

Freundliche Grüsse, Paul
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Re: Ausstellung zu Wilhelm Fröhlich am Bodensee

Ungelesener Beitragvon buedes » 23. Nov 2012, 16:32

Radiomann hat geschrieben:... habe aber nachträglich in der Galerie noch ein Bild vom Kasten- eingefügt...
Der Bastelkasten wird auch in einem historischen Spielwaren-Katalog von Franz Carl Weber (Zürich) aufgeführt.

Sehr schön Paul,

wir kommen der Sache langsam näher. Jetzt reicht´s schon fast zum Nachbau der Drechselbank. :zwinkie:

Nun bleibt nur noch die Frage, wie man an "Bastelmanns Arbeitsbuch" rankommen könnte.


Gruß, Horst
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Re: Ausstellung zu Wilhelm Fröhlich am Bodensee

Ungelesener Beitragvon ThomasK » 23. Nov 2012, 19:20

Hallo Horst,

versuche es doch nochmal beim Kosmos-Archiv. Die haben mir auch mit meiner englischen Technikus-Anleitung (Übersendung eines Originals!) sehr weiterhelfen können. Und Du warst da ja auch schon einmal erfolgreich.

Gruß,
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Re: Ausstellung zu Wilhelm Fröhlich am Bodensee

Ungelesener Beitragvon Georg » 23. Nov 2012, 22:00

In dem FCW-Katalog
kommt Minex vor, ein Märklin Metallbaukasten, der fast unbekannt
geblieben ist.
Hier steht was dazu:
http://www.metallbaukasten.de/marklin/minex.html
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Re: Ausstellung zu Wilhelm Fröhlich am Bodensee

Ungelesener Beitragvon buedes » 23. Nov 2012, 22:59

Hallo Georg,

in diesem Katalog sind überhaupt noch weitere interessante Spielsachen enthalten. Da ist z.B. auch die Rede von der Herstellung elektrischer Eisenbahnen, bei deren Fabrikation damals "in der Schweiz große Anstrengungen unternommen wurden". Aber wer waren die Hersteller dort?

@Thomas
Bei Kosmos könnte ich´s ja mal probieren!


Gruß, Horst
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Re: Ausstellung zu Wilhelm Fröhlich am Bodensee

Ungelesener Beitragvon Georg » 24. Nov 2012, 12:00

Hallo Horst,
auch die Siemens Baukästen Radio bzw Elektro
sind drin!
(Wären mein Traum)
Gruß
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Re: Ausstellung zu Wilhelm Fröhlich am Bodensee

Ungelesener Beitragvon Radiomann » 24. Nov 2012, 20:32

Liebe Forengemeinde!Das Bild unterhalb dieses Beitrages schmerzt wohl jeden Fan von Wilhelm Fröhlich. Ich habe diese Aufnahme vor wenigen Tagen gemacht und bin über den Zustand des Aufbaues erschrocken. So hat das Wilhelm Fröhlich sicher nicht hinterlassen und ich möchte dem Museum Mühlebach in Amriswil (das am Festanlass dieses Threads beteiligt war) eine Restauration anbieten (natürlich kostenlos!). Und jetzt das grosse Problem:

Ich suche eine elektrisch defekte, mechanisch aber noch intakte DM 300, RE 074d oder irgendeine 4-Stiftsockelröhre, die Aehnlichkeiten mit dem Original hat. In der Vitrine drin muss das Modell ja nicht funktionieren. Es ist übrigens ein Aufbau aus einem Radiomann kombiniert mit dem sehr seltenen Baukasten 3c (Transistor auf Holzbrett Ende der 1950er-Jahre).

Ferner fehlt auf dem Brett links aussen der Trafo. Es würde mir sogar das leere Gehäuse allein dienen oder ein defekter zeitgenössischer KOSMOS-Trafo, der "schwarze Würfel" mit Buchsen.

Wenn jemand hier eine Möglichkeit sieht oder Entsprechendes in seinem Fundus entbehrlich hat, würde mich ein Mail zyx@bluewin.ch sehr freuen!

Mit freundlichen Grüssen
Paul

Bild
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Re: Ausstellung zu Wilhelm Fröhlich am Bodensee

Ungelesener Beitragvon WolfgangH » 25. Nov 2012, 11:46

Lieber Paul

Zu Deinem Aufruf: Leider kann ich nicht mit einer defekten Doppelgitterröhre dienen.

Vorschlag: Optisch gut sehen alte Trioden à la RE034, RE074, RE084 aus. Kaum von der RE074d zu unterscheiden, wenn man von der fehlenden Seitenschraube mal absieht. Aber eine RES164d hat eine Seitenschraube!
Die genannten Typen sind -im Gegensatz zu den Doppelgitterröhren- auch heute noch im Umlauf.

Auch von mir meinen Dank für die gemachte Mühe für unser gemeinsames Hobby.

Herzliche Grüße aus NL
WolfgangH
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Re: Ausstellung zu Wilhelm Fröhlich am Bodensee

Ungelesener Beitragvon Georg » 25. Nov 2012, 12:42

Hallo Radiomann,
an eine der von Wolfgang genannten RE-Röhren würde ich ein
Gewinde seitlich einschneiden und ein Stückchen Schraube
mit Kleber eindrehen. Noch eine Rändelmutter und
nur noch ein Fachmann merkt, daß da ein Türke gebaut
wurde :=)
Gruß
Georg
PS
das "d" in der Röhrenbezeichnung stand ursprünglich für
Doppelgitterröhre, bedeutete später (ab 1927) aber nur noch
die Seitenklemme. Ganz egal, ob an dieser Seitenklemme
ein Raumladegitter oder ein Schirmgitter angeschlossen war.
Ganz exotisch sind Telefunkenröhren mit "Z" im Namen
(REZ...), die hatten gleich zwei Seitenklemmen.
Daran war die Heizung indirekt geheizter Röhren angeschlossen.
Ich kenne sie nur aus Listen von Telefunken.
Georg
 
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Re: Ausstellung zu Wilhelm Fröhlich am Bodensee

Ungelesener Beitragvon Radiomann » 25. Nov 2012, 13:12

Hallo Wolfgang und Georg

Herzlichen Dank für die Tipps! Ich muss mir allerdings zuerst noch eine solche Röhre beschaffen, bevor ich den Gewindeschneider ansetzen kann. Wenn ich daran denke, alles war schon in meinem Fundus und heute, wo ich's brauchen könnte ... Ich könnte mich stundenlang :wut: :angry:

Ich hoffe mal eine Woche lang auf eine defekte Röhre, nachher gehe ich in Zürich in einen Trödlerladen für Elektronik und schaue mich mal um. Den Trafo (Attrappe) - so ich zu keinem Gehäuse komme - arbeite ich aus einem Styroporblock heraus. Eine fehlende Rückkopplungsspule konnte ich bereits beschaffen. Dann macht das Modell nach einer Korrektur der Verdrahtung schon einen wesentlich besseren Eindruck ...
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