PHILIPS 4,5 Volt Flachbatterie

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PHILIPS 4,5 Volt Flachbatterie

Ungelesener Beitragvon Klausi » 26. Jul 2015, 22:06

Hallo Philipser,

wer eine Philips-Batterie nachbauen möchte, kann dies mit folgenden Texturen machen:

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Die braune Textur ist vom Original gescannt, die Blaue ist aus der Braunen erstellt (ich weiß nicht, ob ich das Blau richtig getroffen habe). Größe der Texturen: jeweils 155 x 62 mm. Man nimmt eine Flachbatterie eines beliebigen Herstellers, entfernt das Label und klebt die ausgedruckte Philips-Textur (mit Uhu) darauf: Flachbatterie mit dem Minuspol nach links hinlegen und mit einem Winkel mit Zentimeter-Einteilung eine Markierung bei 17 mm (von links) machen:
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Vor dem Festkleben der Textur diese locker hin- und herschieben, damit man den richtigen Winkel erwischt und die Textur nicht nach oben oder unten hinausläuft. Das Ergebnis kann dann folgendermaßen aussehen:
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Meines Wissens ist die blaue Batterie die ältere.
Und wer echtes nostalgisches 70er Jahre-Gefühl aufkommen lassen möchte, sollte natürlich nicht den Pullunder und die Cordhose vergessen; und auf jeden Fall Pink Floyd im Hintergrund laufen lassen! :lach:
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Re: PHILIPS 4,5 Volt Flachbatterie

Ungelesener Beitragvon PeteS » 28. Jul 2015, 19:21

Hi Klausi,
zur Batteriebastelei hätte ich noch ein paar Anmerkungen nach dem Motto "wenn schon, denn schon!"

Klausi hat geschrieben:Die braune Textur ist vom Original gescannt, die Blaue ist aus der Braunen erstellt (ich weiß nicht, ob ich das Blau richtig getroffen habe).

Das spielt keine Rolle, da die kopierte Beschriftung sowieso falsch ist. Und die andere ist nicht Braun, sondern Gold!

Klausi hat geschrieben:Meines Wissens ist die blaue Batterie die ältere.

Auch das kann ich so nicht bestätigen! Doch nun mal schön der Reihe nach, was ich zu Philips Batterien in Experimentierkästen gefunden habe. Ist sicher nicht allumfassend, gibt aber einen guten Überblick.

Vor 1967 gab es von Philips vermutlich noch gar keine Batterien. In der Anleitung zum EE20 (ab 1964) werden entweder exotische oder neutral überklebte Batterien gezeigt. Davon hat Jürgen Bilder hier im Forum. Das kann ich mir also sparen und darum nur eine Ergänzung aus dem Katalog von 1964 – wie profan!

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Im März 1967 brachte die "Philips Nieuws voor Hobbyisten en Radio-Amateurs" einen Artikel zu Philips Batterien der goldenen und blauen Reihe. Zu dem Zeitpunkt gab es aber anscheinend noch keine 4.5 V Flachbatterien. Wofür der Buchstabenzusatz TR der goldenen Reihe genau steht, kann ich daraus nicht entnehmen. Aber es waren auf jeden Fall die besseren Batterien. Auslaufsicher und mit dickerem Zinkmantel für längere Lebensdauer. Wann die Flachbatterie von Philips auf den Markt kam, ist mir nicht bekannt. Aber ich gehe davon aus, dass sie von Anfang an in Blau und Gold erhältlich war.

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In den Experimentierkästen der Serie EE1000 (1967-1973) wurden keine Flachbatterien verwendet. Außer im EE1040. Dazu gleich mehr.

Erst mit dem PE1550 von 1971 tauchen die ersten Philips Flachbatterien bei den Experimentierkästen auf. Auf dem Kartondeckel war es eine Blaue. Eine genaue Typbezeichnung ist darauf nicht auszumachen – wahrscheinlich die Rückseite. In der Anleitung erkennt man die Aufschrift:
DRY BATTERY
4,5 V
TYPE 3R12
Ohne zusätzliche Kennbuchstaben (Standardbatterie). Leider nur schwarzweiß.

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Auf dem Deckel des Quelle Labor 1 von 1974 ist eine blaue Batterie mit dieser Aufschrift:
DRY BATTERY
4,5 V
TYPE 3R12ST
ST steht wohl für Standard? Dieser Batterietyp wird in allen Anleitungen der Elektronikserien EE2000, EE2001 und EE3000 abgebildet. Allerdings auch wieder nur schwarzweiß. In der Anleitung von EE1040 (1973), EE2040 und Quelle Labor 1 wird dieser Batterietyp sogar explizit in der Anleitung erwähnt. Wohlgemerkt, nur als Beispiel, nicht als Vorschrift!

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Eine goldene Batterie habe ich auf dem Deckel vom PE1500 (1979) gefunden. Aufschrift:
DRY BATTERY
4,5 V
TYPE 3R12HD
HD bedeutet sicher Heavy Duty. In der Anleitung ist die andere Seite ohne Typbeschriftung in schwarzweiß auszumachen.

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Die von dir gescannte Batterie 3 R 12 TR kam anscheinend nicht zusammen mit den Experimentierkästen vor, sondern irgendwann früher. Ich schätze mal zwischen 1967 und 1971.

Klausi hat geschrieben:Und wer echtes nostalgisches 70er Jahre-Gefühl aufkommen lassen möchte, sollte natürlich nicht den Pullunder und die Cordhose vergessen; und auf jeden Fall Pink Floyd im Hintergrund laufen lassen! :lach:

Na das ist ja eine tolle Idee! Für ’nen Pullunder ist mir’s gerade etwas zu warm, Cordhose habe ich keine mehr, aber das Doppelalbum "Ummagumma" wird gleich aufgelegt.
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