KOSMOS Arbeitskasten Mikroskopie

Der junge Forscher Mikromann schaut sich die Welt des Kleinsten an...

Re: KOSMOS Arbeitskasten Mikroskopie

Ungelesener Beitragvon Georg » 6. Sep 2014, 21:26

Hallo Horst,
als ich anfangs dieses Threads nach Caedax "forschte", fand ich,
daß man von Kanadabalsam als Einbettung für Dauerpräparate
wegwollte weil der Säuren enthält, die manche Färbungen verblassen
läßt. Dieser "Neutralbalsam" könnte ein von diesen Säuren
gereinigter Balsam gewesen sein.
Gruß
Georg
Eine Quelle zu dem Thema:
http://www.klaus-henkel.de/balsame.html
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Re: KOSMOS Arbeitskasten Mikroskopie

Ungelesener Beitragvon buedes » 7. Sep 2014, 10:05

Hallo Georg,

das kann durchaus so sein. Bei dem späteren Kasten war dann stattdessen das Caedax im Fläschchen dabei.
Wenn ich nun lese, dass Caedax Anfang der dreißiger Jahre eingeführt wurde, diesem Kasten hier aber noch ein anderes Einschlussmittel beilag, könnte man diese Tatsache vielleicht zur zeitlichen Einordnung hernehmen.

Gruß, Horst
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Re: KOSMOS Arbeitskasten Mikroskopie

Ungelesener Beitragvon buedes » 7. Sep 2014, 12:18

Weiter mit der Dokumentation

Folgende Chemikalien-Fläschchen mit Aufdruck "Franckh´sche Verlagshandlung, Stuttgart" sind vorhanden:
- Jodtinktur 10% (braunes Fläschchen, leer, in einer Holz-Dose geschützt)
- Boraxkarmin nach Grenacher, eingetrocknet
- Eosin, wässrig, leer
- Hämatoxylin nach Delafield, leer
- Safranin, leer
- Saures Hämalaun nach Mayer, leer
- Methylbenzoat, leer
Ein roter Zettel liegt bei: „Nelkenöl kann bis auf weiteres nicht mehr geliefert werden, man verwendet dafür aber mit gleichem Erfolg Methylbenzoat.“
- Eau de Javelle, Hals abgebrochen
- Glyzerin, puriss., wenig Flüssigkeit noch enthalten
- Glyzeringelatine, eingetrocknet
- Xylol, noch halb voll, flüssig
und Neutral-Balsam in der grünen Tube (noch plastisch)

Dann ist noch dabei, aber nicht von Kosmos:
Maskenlack aus einer Berliner Apotheke für 10,0 Mark?, eingetrocknet
Reines Inhalatöl- Mischung aus ätherischen Ölen mit 0,2% Menthol (Fiedler Leipzig), leer

Noch vorhandenes sonstiges Mikroskopier- Zubehör:
- 14 Objekttäger 75 x 25 x 1,4mm
- ca. 15 Deckgläschen 20 x 20x 0,4mm in einem lila Kästchen
- ca. 50 rote Etiketten 25 x 20mm in blauem Kästchen 50 x 30 x 16mm
- 15 Blatt Filterpapier 125mm
- 3 Uhrgläser 50mm mit geschliffenem Rand
- 1 schwarzer Nadelhalter für auswechselbare Nadeln usw.
- 1 abgebrochener Pinsel

... und außerdem, aber sehr wahrscheinlich nicht original dazugehörend:
- 8 Objektträger 56 x 18 x 1,0mm
- 1 Objektträger 58 x 18 x 1,0mm mit runder Vertiefung
- ca. 50 Deckgläser 18 x 18 x 0,2mm in einem guterhaltenen weißen Kästchen mit Aufdruck 18 m/m

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Re: KOSMOS Arbeitskasten Mikroskopie

Ungelesener Beitragvon buedes » 7. Sep 2014, 19:50

Holzgestell- Konstruktion:

Bild

Bild

Maße Umkarton:
322 x 100 x 150mm (LxBxH)
Der Karton ist mit schwarzem Kaliko-Überzugspapier ausgestattet. Das aufgeklebte Etikett misst 168 x 58mm.
Bild


Maße Holzgestell:
310 x 75 x145mm (LxBxH)
Der Boden besteht aus einem Buchenholzblock und ist 25mm hoch. Die darin verzapften Seitenteile sind aus 5mm- Buchenholzbrettchen gefertigt.

Das Einhängekästchen ist einschließlich seines 4mm dicken Sperrholzbodens 24mm hoch, ohne Fuß. Seine Auflager sind an den beiden Seitenteilen so angebracht, dass bis zur Oberkante des Blocks eine lichte Höhe von 78mm verbleibt. Die Zargen sind ebenfalls aus 5mm- Buchenholz gefertigt.

Für die Fläschchen sind im Bodenblock 20mm tiefe Bohrungen vorhanden, in der vorderen Reihe 9 Stück, allesamt mit 27mm Durchmesser. Die hintere Bohrloch- Reihe besteht aus 4 verschiedenen Größen, von links: 1 Bohrung mit 35mm, 2 Bohrungen mit 30mm, 2 Bohrungen mit 42mm und noch 3 Bohrungen mit 27mm.

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Re: KOSMOS Arbeitskasten Mikroskopie

Ungelesener Beitragvon wilhelm » 7. Sep 2014, 21:24

Sehr schöne Arbeiten buedes, deine liebe zum Detail ist wirklich imponierend.
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Re: KOSMOS Arbeitskasten Mikroskopie

Ungelesener Beitragvon buedes » 7. Sep 2014, 23:23

Danke Wilhelm!

Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es für Forscher und Sammler solch alter Experimentierkästen von unschätzbarem Wert ist, derartige stichhaltige Daten zu finden, auf denen aufbauend man zu weiteren Erkenntnissen auf dem jeweiligen Sammlungsgebiet gelangen kann. Hier geht es dann um Möglichkeiten zum Vergleichen, Einordnen, Erhalten, Restaurieren, Kopieren, Deuten, Vermitteln usw.

Dass solche Details wichtig sind, wird sich schon gleich bei der Vorstellung des 2. Arbeitskastens Mikroskopie - ebenfalls aus der Sammlung von Johannes - zeigen, welche jetzt folgt.

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Re: KOSMOS Arbeitskasten Mikroskopie

Ungelesener Beitragvon buedes » 8. Sep 2014, 09:04

Dokumentation zum 2. Arbeitskasten
Hier die beiden KOSMOS- Arbeitskästen "Mikroskopie" von Radiognome im Vergleich:

Bild

Der 2. Kasten (vorne) ist in allen Abmessungen etwas kleiner. Sein Um-Karton misst: 325x 90 x150mm (LxBxH). Auch hier finden wir den schwarzen Kaliko- Bezug wieder.
Größe des Aufklebers: 164 x 64mm.

Nun geöffnet:
Bild

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Re: KOSMOS Arbeitskasten Mikroskopie

Ungelesener Beitragvon buedes » 8. Sep 2014, 11:47

Beschreibung des 2. Kastens


Die Grundplatte ist ein Buchenholzblock von 305 x 77 x 20mm, darin verzapft die beiden Buchenholz- Seitenteile 140 x 77 x 5mm. Die Schultern als Auflager für das Einsatzfach sind in einer Höhe von 105mm ausgesägt.
Für die Aufbewahrung der Chemikalienfläschchen sind im Boden 18mm tiefe Bohrungen vorgesehen, in der vorderen Reihe 6 Stück mit 27mm Durchmesser und in der hinteren Reihe 5 Bohrungen mit 30mm sowie eine mit 33mm Durchmesser.

Das Einhängefach für die Utensilien besteht aus einem Buchenbrettchen 295 x 78 x 6mm mit zu beiden Seiten aufgeleimten Buchenleisten 307 x 9 x 6 mm als Auflieger auf den Schultern der Seitenbrettchen.

Alle Holzteile sind mit Mattlack oberflächengeschützt.

Bild

An Chemikalienfläschchen sind vorhanden:
- Jodtinktur, leer
- Boraxkarminlösung alkoholisch nach Greenacher, ¼ voll
- Eosinlösung wässrig 1%, leer
- Hämatoxylinlösung nach Delafield, ¼ voll
- Safraninlösung alkoholisch konzentriert, leer
- Saure Hämalaunlösung nach P. Mayer, leer
- Methylbenzoat, leer
- Eau de Javelle Natriumhyperchlridlösung, leer
- Glyzerin, halb voll
- Glyzeringelatine nach Kaiser (Gefäß ohne Etikett) halb voll
- Xylol, ¼ voll
- Caedax, voll

Alle Fläschchen (außer Glyzeringelatine) tragen das Etikett mit der Aufschrift oben „Kosmos – Arbeitskasten Mikroskopie“ und unten „Franckh – Verlag, Stuttgart, Kosmos-Lehrmittel“.

Die Korken-Verschlüsse der Fläschchen waren mit rotem Lack gesichert.

Das Utensilienfach ist leer. Außer einem Kästchen mit Fertig- Präparaten, welche sicher hier nicht dazugehören, ist nichts dabei.

Gruß, Horst
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Re: KOSMOS Arbeitskasten Mikroskopie

Ungelesener Beitragvon Georg » 8. Sep 2014, 18:23

Hallo Horst,
schreinereitechnisch sind die beiden Varianten der Befestigung des
oberen Bodens interessant gemacht.
Auf dem Bild in der Werbebroschüre, das du mit den Bezeichnungen der
Einzelteile versehen hast, scheint es noch eine dritte Variante zu geben.
Irgendwie mit "Knöpfen" an Seitenwänden. Kannst du auf den Bildern
direkt genaueres erkennen? Der obere Boden scheint auch keine
Stirnwände zu haben.
Gruß
Georg
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Re: KOSMOS Arbeitskasten Mikroskopie

Ungelesener Beitragvon buedes » 8. Sep 2014, 20:35

Hallo Georg,

da hat dein Adlerauge doch wieder mal eine Kleinigleit entdeckt, welche mir bisher entgangen ist. Diese "Knöpfe" erinnern mich stark an Regal- Bodenträger. Aber was hätte das hier für einen Sinn? Höhenverstellbar muss das Brett ja nicht sein. - Oder doch, vielleicht zur Anpassung an nachgekaufte höhere Fläschchen?

Leider habe ich kein schärferes Bild zur Verfügung.

Die fehlenden Stirnwände bei dieser Ausführung und auch hier beim 2. Kasten scheinen darauf hinzudeuten, dass das Brettchen normalerweise nicht abgenommen werden soll. Auch die sehr niedrig gehaltenen Bordwände des Utensilien- Kästchens geben mir zu denken.

Gruß, Horst
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Re: KOSMOS Arbeitskasten Mikroskopie

Ungelesener Beitragvon Georg » 8. Sep 2014, 22:25

Hallo Horst,
schwer zu sagen. Ich habe den Eindruck, daß der mittlere Fachbodenträger
etwas höher sitzt. (Drei auf gleicher Höhe wären ohnehin nicht sinnvoll)
Der mittlere könnte in eine Ausklinkung des Bodens eingreifen und
so das Abrutschen des Bodens zur Seite verhindern.
Aber eine derartige Ausklinkung kann ich nicht erkennen.
Gruß
Georg
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Re: KOSMOS Arbeitskasten Mikroskopie

Ungelesener Beitragvon buedes » 9. Sep 2014, 17:57

Zusammenfassung, Erkenntnisse

Am Inhalt hat sich im Laufe der beiden Auflagen nichts geändert, außer dem Ersatz des Einschlussmittels Neutral- Balsam durch Caedax im 2. Kasten.

- Jodtinktur
- Boraxkarminlösung alkoholisch nach Greenacher
- Eosinlösung wässrig 1%
- Hämatoxylinlösung nach Delafield
- Safraninlösung alkoholisch konzentriert
- Saure Hämalaunlösung nach P. Mayer
- Methylbenzoat
- Eau de Javelle Natriumhyperchlridlösung
- Glyzerin
- Glyzeringelatine nach Kaiser
- Xylol
- Caedax

25 Objektträger
50 Deckgläser
3 Uhrgläser
1 Glasklotz
1 Pinzette
2 spitze Nadeln im Holzgriff
1 lanzettförmige Nadel im Holzgriff
2 Haarpinsel
1 Skalpell
1 Pipette
1 Glasstab
15 Blatt Filtrierpapier
50 Etiketten

Leider enthält der 2. Kasten keinerlei Utensilien. Aber was darin sein sollte, wissen wir ja aus den Werbebildern:
Bild
Und die gleichen Gegenstände finden wir auch schon im vorgestellten 1. Kasten.
Jedoch haben wir den "Glasklotz" hier wieder nicht zu Gesicht bekommen. :-)

Gruß, Horst
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Re: KOSMOS Arbeitskasten Mikroskopie

Ungelesener Beitragvon buedes » 10. Sep 2014, 08:28

Zeitliche Einordnung

Gesicherte Erkenntnisse habe ich nicht gefunden. Aber ich vermute, dass der 1. Kasten Ende der zwanziger Jahre erschienen sein muss, weil er noch kein Caedax enthielt, welches erst in den dreißiger Jahren aufkam.
Eingrenzen könnte man die Erscheinungsjahre, wenn herauszufinden wäre, wann es diese beiden Werbeanzeigen gegeben hat, die sehr wahrscheinlich in alten Kosmos- Büchern oder Kosmos- Anleitungen zu finden waren.

Wenn dazu der geneigte Leser etwas geaueres beitragen könnte, wäre ich sehr dankbar. :thumb:

Gruß, Horst
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Re: KOSMOS Arbeitskasten Mikroskopie

Ungelesener Beitragvon Georg » 10. Sep 2014, 11:45

Hallo Horst,
wenn man die Angebote im ZVAB durchschaut, scheint 1929
die erste Auflage der Anleitung erschienen zu sein.
Allzu genau sind die Angaben im ZVAB nat. nie, aber +- einem
Jahr dürfte das stimmen.
Gruß
Georg
PS
Wo hast du die Bilder der alten Arbeitskästen her?
In meinen Kosmos-Anleitungen/Büchern konnte
ich nichts zum Thema finden.
Georg
 
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Re: KOSMOS Arbeitskasten Mikroskopie

Ungelesener Beitragvon buedes » 10. Sep 2014, 14:49

Hallo Georg,

na ja, 1929 könnte für den frühen Arbeitskasten schon passen.

Die beiden alten Werbe-Bilder findet man z.B. im von Jürgen hier verlinkten Wiki von Dr. Hinke
Dort gibt es aber auch keine genau fundierten Angaben zum Erscheinungsdatum.

Gruß, Horst

P.S.
Ich habe jetzt mal damit begonnen, eine Sammlung solcher datierbaren Werbe-Abbildungen anzulegen.
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Re: KOSMOS Arbeitskasten Mikroskopie

Ungelesener Beitragvon ChrisH » 1. Okt 2014, 15:04

Hallo Horst,

...hast Du das Exemplar schon auf Deinem Radar? Ebax 321536374766
Sieht sehr schön aus und der (Start)Preis ist auch noch genehm.
Kann ja sein, dass das erste Gebot schon von Dir ist :lol_1:

Bild


Grüße, Christian (der heute von SCHUCO eine Mikroskopiekasten bekommen hat)
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Re: KOSMOS Arbeitskasten Mikroskopie

Ungelesener Beitragvon Georg » 1. Okt 2014, 15:28

Hallo,
und dort in Ebax ist auch die von mir weiter oben vermutete Ausklinkung
für den mittleren "Knopf" zu sehen.
Gruß
Georg
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Re: KOSMOS Arbeitskasten Mikroskopie

Ungelesener Beitragvon buedes » 1. Okt 2014, 19:51

...wo Georg? :gruebel:

@Christian
Bin nicht am Kauf eines fertigen Arbeitskastens interessiert. Mit dem Nachbau eines solchen ist zunächst mein sportlicher Ehrgeiz befriedigt. Das heißt aber doch auch, dass ich mir die Dokumentation sehr genau anschauen werde. Deshalb vielen Dank für deinen Hinweis.

Gruß, Horst
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Re: KOSMOS Arbeitskasten Mikroskopie

Ungelesener Beitragvon Georg » 1. Okt 2014, 20:08

Hallo Horst,
im Ebay-Angebot gibt es ein Bild (5. von oben) ohne den Zwischenboden.
Man erkennt einen Holzdübel als Fachbodenträger.
Im 6ten Bild von oben sieht man den herausgenommenen Boden mit den
Ausklinkungen mittig an den Enden. Die Ausklinkung links sieht man durch
den Glasklotz.
Gruß
Georg
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Re: KOSMOS Arbeitskasten Mikroskopie

Ungelesener Beitragvon buedes » 3. Okt 2014, 18:23

...noch zeitliche Einordnung

Hallo Georg!
Ich habe den Verkäufer (piko_14) gefragt, woher er die Gewissheit nimmt, dass der Kasten aus den 30-er Jahren stammt. Er meint:

"Anhaltspunkte sind die alten Streifen Lackmuspapier (Hersteller)
und das kleine Fläschchen "Übermangansaures Kali" von einer Apotheke in Ludwigsburg
die schon sehr lange unter einer anderen Bezeichnung firmiert."

Bild

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Re: KOSMOS Arbeitskasten Mikroskopie

Ungelesener Beitragvon Georg » 3. Okt 2014, 19:58

Hallo Horst,
das sind beides keine überzeugende Argumente.
Riedel de Haen kam in den 50/60ern zu Casella
und damit dann zu Hoechst, bestand aber bis
zur Zerschlagung von Höchst Mitte 90er als eigenständiger
Bereich.
Solche Indikatorstreifen-Heftchen gibt es immer
noch von Macherey & Nagel zu kaufen.

Was die Apotheke betrifft, ist "schon lange" keine Zeitangabe.
Man muß sogar damit rechnen, daß trotz Inhaberwechsel
Etiketten weiter benutzt wurden.
Da Apotheken eine Konzession brauchen, gibt es evtl irgendwo
eine Stelle, die weiß, von wann bis wann welcher Apotheker
diese Apotheke führte.
Gruß
Georg
Nachtrag:
Hier:
http://drhinke.dyndns.org/ccw/index.php ... Mik1_2.jpg
Sieht man diesen Kasten zum Preis von DM 34
Georg
 
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Re: KOSMOS Arbeitskasten Mikroskopie

Ungelesener Beitragvon buedes » 7. Okt 2014, 18:16

Hallo Georg,

mit der zeitlichen Einordnung sind wir also nicht weiter gekommen.
Aber wenigsten haben wir nun noch mal eine bessere Abbildung von dem Brett mit seitlichen Aussparungen:
Bild

Auch können wir uns nun ein genaueres Bild machen von den original beiliegenden Hilfsmittel: Glasklotz mit Glasdeckel, Glasstab und den beiden Haar-Pinseln.
Solch ein kleiner Haarpinsel lag übrigens auch dem Kasten von Johannes noch bei. Da aber das kurze transparente Plastikröhrchen, welches da als Stiel dient, schräg abgebrochen war, dachte ich es gehöre nicht dazu. Die beiden hier auf dem Bild sehen aber genau so aus.

Gruß, Horst
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Re: KOSMOS Arbeitskasten Mikroskopie

Ungelesener Beitragvon Georg » 7. Okt 2014, 21:49

Hallo Horst,
die Preisangabe in DM sagt auf jeden Fall, daß die Werbe-Abbildung
später als Sommer 1948 gedruckt wurde.
Gruß
Georg
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Re: KOSMOS Arbeitskasten Mikroskopie

Ungelesener Beitragvon buedes » 8. Okt 2014, 07:58

Stimmt Georg!
Also Nachkriegszeit, wie bei drhinke angegeben.
Das schließt aber nicht aus, dass es den Kasten auch vorher schon gegeben haben könnte.

Gruß, Horst
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Re: KOSMOS Arbeitskasten Mikroskopie

Ungelesener Beitragvon Georg » 8. Okt 2014, 12:15

Hallo Horst,
nach dem Krieg mußte Kosmos/Franckh höchstwahrscheinlich
in vielen Fällen neue Zulieferer suchen, insofern erfolgte
vor/nach dem Krieg dadurch ein Schnitt. Bei anderen Kästen
glaube ich das beobachtet zu haben.
Selbst wenn der Zulieferbetrieb noch existierte, gab es vermutlich
keine Unterlagen mehr, da die zwischenzeitlich Munitionskisten etc.
herstellten.
Der Farbe und recht groben Maserung nach könnte der Boden
aus Douglas-Fichte gemacht sein.
Gruß
Georg
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