Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Der junge Forscher Mikromann schaut sich die Welt des Kleinsten an...

Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon buedes » 16. Sep 2012, 23:59

[6]
Zylinder
Nach Jürgens genauen Maßangaben (hier) habe ich jetzt mal das Pfeifenrohr/ Zylinderrohr hergestellt und fein poliert. Letztlich habe ich doch ein Messingrohr mit 20mm Durchmesser und 1mm Wandstärke genommen, um dem Original möglichst nahe zu kommen. Aber das Kupfer- Installationsrohr hätte es sicher auch getan.
Bild
Nach Einstecken des abgeflachten Korkens bis zum Ausschnitt lässt sich die Pfeife mühelos anblasen.
Bild

Ich muss gestehen, dass es mir hiermit zum ersten Mal gelungen ist, eine selbst gebastelte Flöte richtig zur Funktion zu bringen. Frühere Versuche mit Holzflöten schlugen bei mir allesamt fehl.

Dieses Rohr wird ja gleich im weiteren Verlauf als Dampfzylinder für die Technikus- Dampfmaschine eingesetzt.

F.f.
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon buedes » 17. Sep 2012, 19:12

[7]
Gummistopfen bohren

Zur Aufnahme der Steuerwelle und zur Verbindung mit dem Dampfzylinder ist der dreifach durchbohrte Gummistopfen vorgesehen. Einen im Durchmesser passenden Stopfen habe ich mir in einem Geschäft für Kellereibedarf herausgesucht. Dort gibt es zwar auch fertig durchbohrte; diese Löcher passen aber nicht zu den Kosmos-Maßen.

Nach einigen Fehlversuchen habe ich nun eine Methode gefunden, um brauchbare Bohrungen in solche Gummistopfen einzubringen:
Als Hohlbohrer dient mir ein 6mm Messingröhrchen, das ich an einer Schleifmaschine gut anschärfe. Dabei vielleicht auftretende Unregelmäßigkeiten in der entstehenden Schneide spielen keine Rolle, ja sind sogar für den Schneidvorgang im elastischen Gummi förderlich. Das ist dann quasi ein „Wellenschliff“.
Man kann aber auch einen professionellen verstellbaren Korkbohrerschärfer aus dem Chemielabor verwenden.

Bild

Das Bohrröhrchen spanne ich dann in die Bohrmaschine und schmiere es unten reichlich mit Fett ein. Sehr gut geht es mit der hier gezeigten Schmierpaste, die auch zum Behandeln von Sägeblättern, Bohrern, Gewindebohrern usw. verwendet wird.

Bild

Es hat sich gezeigt, dass der Gummistopfen für diese Art der Bohrung unbedingt in eine passende Form eingesteckt werden muss, damit der elastische Gummi dem Druck des Bohrers seitlich nicht ausweichen kann.
Durch den Vorschub und die Drehung im Gummi wird der Bohrer heiß und das Fett schmilzt. In diesem Zustand geht der Bohrer dann durch wie durch Butter und hinterlässt eine erstaunlich saubere Bohrung.
Den im Bohrer zurückbleibenden Bohrkern stößt man am besten im noch heißen Zustand gleich heraus. Denn nach dem Erkalten sitzt der darinnen bombenfest.

Auch für die seitliche Verbindungsbohrung muss der Gummistopfen in ein entsprechendes Halte-Loch fest eingesetzt werden:

Bild

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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon ThomasK » 19. Sep 2012, 17:41

Hallo Horst,

da macht das Mitverfolgen wieder einmal richtig Spaß!
Angeschliffene Messingröhrchen hatte ich bislang immer als Stanzeisen für dünnes Polystyrol verwendet (Modellbau). Dass das so gut durch den Gummistopfen geht, ist natürlich auch mal gut zu wissen. Und das Pfeifenrohr sieht auch wieder mal Klasse aus. Ich bleibe weiterhin gespannt!

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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon buedes » 19. Sep 2012, 19:20

[8]
Holzarbeiten

Heute habe ich die Holzarbeiten erledigt:

Bild

Dazu hatte ich mir aus dem Baumarkt ein verleimtes Buchenholzbrett besorgt. Das eignet sich auch ganz gut, ausgenommen jedoch für das Drechseln der Räder. Wenn dieses Leimholz nämlich Stellen aufweist, die nicht genügend Leim abbekommen haben, reißen unter dem Drechselbeitel leicht Stücke heraus. Dafür muss das Werkzeug wirklich scharf und die Drehzahl hoch sein.

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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon buedes » 19. Sep 2012, 20:16

Hallo Thomas,

was ich noch nicht ganz verstehe, ist die Befestigung des Dampfkessels bei der alten Ausführung. Ist dieses Spannband derart formstabil, dass es das Gefäß so ohne weiteres sicher halten kann? Wie dick ist das Messingband?

Auch die Befestigung des Spannbandes an den beiden Ständer-Wellen scheint auf einfacher Klemmführung zu beruhen, also in der Höhe verstellbar, oder?

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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon ThomasK » 20. Sep 2012, 17:42

Hallo Horst,

die Kesselbefestigung beruht rein auf dem Ausdruck "klemmen". Ich habe das mal versucht auf den drei folgenden Abbildungen deutlich zu machen. Der Kessel ist zunächst einmal im unteren Bereich konisch. Zudem ist er wesentlich breiter als die Steckstifte als Führung eigentlich zulassen. Daher ist mein Kessel wohl auch recht verbeult und die Steckstifte werden auseinandergebogen. Zudem wird der mittellange Steckstift als Auflage verwendet. Das ist bei meinem Video nicht der Fall, da ich den Abstand zum Brenner zu groß fand bzw. der Brenner gar nicht richtig unter dem Kessel zentriert positioniert werden kann.
Im Übrigen scheint das Spannband aus Federstahl zu bestehen, auf jeden Fall nicht aus Messing.

Bild Bild Bild

Ich hoffe, die Bilder machen es ein wenig anschaulich. Ansonsten einfach fragen. ;-)

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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon buedes » 20. Sep 2012, 21:04

[9]
Glasrohr biegen

Das ist eigentlich keine große Kunst. Man benötigt Glas- Biegerohr mit 6mm Durchmesser, was man kiloweise kaufen kann.

Bild

Über einer Gasflamme wird es, mit beiden Händen gehalten, unter ständigem Drehen solange erhitzt, bis es anfängt plastisch zu werden. Dann kann man es biegen und in dieser Form langsam erkalten lassen. Zur Not tut es auch der Technikus-Brenner, wie das im Anleitungsheft für das Spitz-Ausziehen von Glasrohren beschrieben ist.

Damit der Winkel nicht zu eng wird, ist es sehr wichtig, ein nicht zu schmales Stück zu erhitzen. Ideal geeignet dafür wäre diese Breitdüse.

Bild

Zum Ablängen ritzt man das Röhrchen ringsum leicht mit einer Dreikantfeile o.ä. ein und kann es dann mit einem kurzen Ruck brechen. Die entstehenden scharfen Kanten schmilzt man schließlich in der Flamme noch etwas an.

Hier mal eine Zusammenstellung der bisher gefertigten Teile:

Bild

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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon ThomasK » 21. Sep 2012, 19:23

Hallo Horst,

nicht zuletzt bei dem Anblick Deiner Nachfertigungen müsste der Franckh-Verlag stolz auf dieses Forum sein! Deine Maschine wird wahrscheinlich einiges besser laufen als unsere Originalversionen.

Gruß,
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon buedes » 23. Sep 2012, 10:19

[10]
Kolben, Kolbenstange, Bügel

Jetzt habe ich alle Teile für den mechanischen Teil der Dampfmaschine zusammen:

Bild

Den Kolben habe ich aus Aluminium auf Passung für den Messingzylinder gedreht. Es ist nur wenig Spiel vorhanden. Aber trotzdem muss die Kolbenstange oben in einem Lochstopfen noch geführt werden.

Beim Biegen des Antriebsbügels habe ich festgestellt dass der zuerst verwendete Messingstab dafür schlecht geeignet ist. Der Bügel muss ja durch das enge Loch in der Kolbenstange über zwei seiner rechten Winkel eingeführt werden. Da das aber bei dem scharfen Knick nicht möglich ist, muss man etwas aufbiegen. Dabei ist mir die Messingstange durchgebrochen, weil das Material zu spröde ist.
Besser eigent sich dafür der weichere Kupferdraht. Diesen habe ich aus einem 4qmm- NYM- Kabel gewonnen.

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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon Georg » 23. Sep 2012, 11:02

Hallo Horst,
ich hab mir das gerade noch mal im Technikus 1937 hier
viewtopic.php?f=4&t=419
angeschaut, da ist der Bügel auch ziemlich eng abgeknickt.
Das Geheimnis: Die Querbohrung in der Kolbenstange ist beiderseits angesenkt!
(Der Bügel sieht übrigens nach Eisendraht verzinkt oder Alu aus)
Gruß
"Adlerauge" :=)
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon buedes » 23. Sep 2012, 13:40

Hallo Georg,

für die Kolbenstange habe ich 4mm- Messing- Rundmaterial genommen und ein 2,5mm- Loch gebohrt für den Drahtbügel. Dadurch blieb an dieser Stelle halt nicht mehr viel Material stehen, um das Loch rundum noch groß erweitern zu können. Als ein Ausweg ist mir eingefallen, das Loch noch etwas zu verlängern und quasi ein Langloch daraus zu machen. Da mir aber im Moment ein solch kleiner dafür notwendiger Fräser fehlt, habe ich es mal so gelassen und stattdessen den gut biegbaren Kupferdraht durchgefädelt. Und die Ecken des Bügels müssen ja auch nicht unbedingt so scharf abgeknickt werden.

In meinem 1964-er Kasten ist der Bügel aus Alu-Draht hergestellt. Das kann beim Betrieb natürlich gewichtsmäßig von Vorteil sein. Mal sehen, wie das Ding so läuft!

Sonntagsgrüße, Horst
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon buedes » 24. Sep 2012, 17:18

[11]
Pressluft- Test

Ein erster Lauftest mit leichter Pressluft vierlief heute schon mal ganz zufriedenstellend:

Bild

F.f.
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon ThomasK » 24. Sep 2012, 18:44

Na, bei der Fertigungsqualität...was soll da schiefgehen oder nicht funktionieren? ;-)
Du hast die Maschine wirklich äußerst naturgetreu nachgebaut, Replica-Qualität!
Vielleicht kannst Du später ja auch mal ein kurzes Video bei youtube einstellen.

Gruß,
Thomas
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon Georg » 25. Sep 2012, 15:02

Dies hier:

http://www.youtube.com/watch?v=RiAPt74UiAU

ist ein vom Technikus inspirierter Nachbau,
auch nicht schlecht
Gruß
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon buedes » 25. Sep 2012, 16:35

Hallo Georg,

da ist die Kern-Idee von Kosmos sehr gut in eine eigene Interpretation umgesetzt worden. Der Konstrukteur hatte nicht den Ehrgeiz, die Baukastenteile originalgetreu nachzubauen.
Auf die Idee, das Dampfglas einfach schräg zu stellen, muss man erst einmal kommen. Auch die Formen des Gestells sind sehr schön an die funktionellen Teile angepasst worden.

Aber uns weiszumachen, das Ganze sei mit primitiven Mitteln in der Küche entstanden, ist wohl eine starke Untertreibung.

Gruß, Horst
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon Georg » 25. Sep 2012, 19:28

Hallo Horst,
mit nur einer unrund laufenden alten Bohrmaschine könnte allerdings etwas
übertrieben sein. Aber ein Blick auf/in die anderen Videos dieses Marek
lohnt sich.
Wenn er was mit Chemie zu tun hat, dann ist das Reagenzglas und
die schräge Lage naheliegend für ihn.
Warum hat er den Bügel auf beiden Seiten mit einer Lüsterklemme
"verlängert"?
Gruß
Georg
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon buedes » 26. Sep 2012, 18:49

[12]
Unter Dampf

Nun läuft sie auch unter Dampf, aber mehr schlecht als recht. Optimieren ist angesagt!

Bild

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Gruß, Horst
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon ThomasK » 26. Sep 2012, 19:53

Schick!
Aber warum läuft sie denn mehr schlecht als recht? Produziert der Kessel vielleicht nicht genug Dampf?

Gruß,
Thomas
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon Georg » 26. Sep 2012, 21:34

Hallo Horst,
Rein Augenmaßmäßig (Augenmäßig?) kommt es mir vor als sei der Docht
deutlich kleiner im Querschnitt als der eines Technikus-Brenners.
(Was eine kleinere Flamme nach sich ziehen könnte)
Wie steht es mit der phasenrichtigen (und festen) Kopplung der Ventilachse mit
den Rädern?
Gruß
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon buedes » 26. Sep 2012, 22:13

Hallo Thomas, hallo Georg,

also der Docht stammt vorläufig mal noch aus dem Original- Technikusbrenner und das Wasser kommt damit auch schön zum Kochen. Irgendwie habe ich aber das Gefühl, es geht zuviel Dampf ungenutzt verloren. Deshalb habe ich die Steuerung nochmal demontiert, um mal genauer nachzuforschen:

Bild

Dieser Ausbruch da an der Schrägbohrungskante könnte was damit zu tun haben. Werde morgen mal den Pfusch mit Lötzinn etwas auffüllen und überdrehen.

Es könnte aber auch an der Einstellung der Räder liegen. Ich hatte sie so eingestellt, dass deren Bohrungen genau quer zur Schrägbohrung standen. So wie das Thomas nach der Anleitung von 1948 empfohlen hatte, und wie es auch in der Anleitung von 1964 steht. (... und zunächst mal ohne "Vor- oder Spätzündung".) :zwinkie:

Gruß, Horst
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon buedes » 27. Sep 2012, 11:56

[13]
Reparatur und Optimierung

So, habe die Steuerwelle repariert, das beim Bohren versehentlich etwas zu weit ausgefallene Stück der Schrägbohrung mit Lötzinn ausgefüllt.

Bild

Die Einstellung von Dampfeinlass zum Kolbenstand habe ich wieder mit dem Verdrehen der Räderbohrungen um 90 Grad gegenüber der Schrägbohrung in der Steuerwelle festgelegt.
Nun läuft die Maschine eigentlich ganz passabel. Ein Video davon habe ich bei Youtube eingestellt. Hier

Gruß, Horst
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon Georg » 27. Sep 2012, 14:28

Hallo Horst,
Wunderbar! Laaft wies Lottche...
Gruß
Georg
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon ThomasK » 27. Sep 2012, 20:48

Hallo Horst,

das Video zeigt doch einen vollen Erfolg! Sie läuft womöglich auch schneller als meine, da meine ja "out of the box" zusammengesetzt wurde und die alten Korken und Stopfen doch an allen Ecken und Enden Undichtigkeiten aufweisen.
Sehr schön!

Gruß,
Thomas
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon Georg » 27. Sep 2012, 22:04

Noch eine Frage, Horst,
der Flasche sieht man im Film nicht an, daß die Lackierung/Eloxierung
gelitten hat. Ist das auch von unten auf den Boden gesehen so?
Gruß
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon buedes » 27. Sep 2012, 22:52

Hallo Georg,

der doch bisher insgesamt fast viertelstündige Betrieb unter Feuer hat auch am Boden der Alu- Flasche kaum Brandspuren hinterlassen. Eine leichte Schwärzung würde aber auch bei der dunklen Farbe kaum auffallen.

Überraschenderweise hat sogar das Papier-Etikett die Flamme fast ohne Spuren überstanden. Diese Erscheinung könnte gleich als praktisches Anschauungsobjekt für Versuch 158 - "Ein papierener Kochtopf" - hergenommen werden. :zwinkie:

Bild

Der einzige aber kaum sichtbare Makel, der an der Flasche aufgetreten ist, sind einige Kratzer, die von den Kanten des Spannbandes herrühren. Deshalb habe ich dieses jetzt gleich ein bisschen gepolstert.

Gruß, Horst
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon Georg » 28. Sep 2012, 09:32

Hallo Horst,
Da ist ein Ring zu sehen am Boden, ist da die Beschichtung/Etikett
weggebrannt? Evtl. die Zone wo der Flammensaum liegt und der
Luftzutritt ausreicht für Verbrennung?
Ist die Innenseite der Spannbandklemme rot eingefärbt oder ist
das eine Reflexion von der Flasche?
Gruß
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon buedes » 28. Sep 2012, 19:52

Hallo Georg,

hier nochmal die Bodenansicht mit einer schärferen Kamera:

Bild

Der Flaschenboden hat außenrum einen erhabenen Stehrand und in der Mitte eine Vertiefung.
Und es ist wirklich nichts weggebrannt!
Die schwarzen Schatten ergeben sich durch die Pixelreduzierung für´s Hochladen des Bildes.
:zwinkie: ...einfach sehr gute Qualität für 1,00€! :zwinkie:

Die Innenseite des Spannbandes habe ich zur Polsterung mit einem roten Gewebeband beklebt, um künftige Kratzer auf der Beschichtung der Trinkflasche zu verhindern.

Gruß, Georg
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon Georg » 29. Sep 2012, 12:25

Hallo Horst,
die Flasche ist "nicht für Heißgetränke geeignet". Aha,
Aber anscheinend für die Dampferzeugung......:=)
Gruß
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon buedes » 29. Sep 2012, 21:22

...ja und ordentlich verpackt sein will das Ganze natürlich auch noch:

Bild

... vielleicht in der Art, oder so ähnlich!

F.f.
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon FrankR » 29. Sep 2012, 23:29

Ja, das wäre ja jetzt noch der Höhepunkt, wenn Du die Dampfmaschine als Antrieb für einen Dampfwagen verwendest! :thumb:

Aber anscheinend hast Du ja noch viele andere bisher vesteckte Fähigkeiten - jetzt bist Du sogar noch unter die Werbegraphiker gegangen und hast dieses Deckelbild entworfen. Wer weiß, was da noch so alles kommen wir? Ich jedenfalls werde mich bei Dir über garnichts mehr wundern. Solltest Du Dich aber wieder der Elektromechanik / Elektronik zuwenden, und demnächst einen Nachbau eines historischen Computers mit selbstgeblasenen Röhren vorstellen, dann ... ja dann weiß ich auch nicht ... - das ist ja eigentlich mein Traum für irgendeine ferne Zukunft ... :-(

Alles Gute!
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon buedes » 30. Sep 2012, 00:13

Hallo Frank,

sachte, sachte... lass´ mal die Kirche im Dorf!
Aber ich merke, so langsam wird´s mit der Mechanik langweilig. Elektrik/ Elektronik juckt mir wieder ganz schön unter den Fingern.

Andererseits da warten ja noch der O....- Kasten und...

Gruß, Horst

P.S.
Ich hoffe, dir geht es wieder gut!
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon buedes » 3. Okt 2012, 21:38

[14]
Fertiger Kasten

Bild

Gruß, Horst
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon Georg » 3. Okt 2012, 23:18

Hallo Horst,
so schön hätte das Kosmos selbst nie hingebracht, einfach toll!
Wenn ich das Bild so anschaue, siehst du eine Chance die
Maschine zum Fahren zu bringen?
Ich bin etwas skeptisch, die Übersetzung scheint bei 1:1 zu
liegen, das wäre zu schnell, wie siehst du das?
Gruß
Georg
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon buedes » 4. Okt 2012, 16:58

Danke Georg!

Trotz intensiver Optimierungsversuche habe ich es nicht hinbekommen, die Maschine mit eigener Kraft fahren zu lassen. Im unteren Drehzahlbereich, der ja hier wegen der fehlenden Übersetzung gefordert ist, fehlt dem Motor einfach die nötige Kraft.

Ich meine aber irgendwo doch ein Video gesehen zu haben, wo der Versuch einigermaßen funktioniert hat, allerdings nach Anschieben bei dann größerer Geschwindigkeit.

Gruß, Horst
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon Georg » 4. Okt 2012, 17:09

Hallo Horst,
ohne Anschieben wird das gewiss nichts, schon allein weil das
eine einfachwirkende Maschine ist.
Aber mit Anschieben und wenn man das Ritzel bei einem der
beiden Schwungräder kleiner abdreht, könnte es gehen.
Evtl. könnte man auch größere Räder als im Original verwenden.
Gruß
Georg
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon ThomasK » 4. Okt 2012, 17:59

Hallo die Herren,

bei meiner Maschine ist das Übersetzungsverhältnis ungefähr 1,5:1. Die Kraft scheint gerade auch bei meiner alten und nicht optimierten Maschine nicht ausreichend zu sein. Das war möglicherweise auch Kosmos bekannt, dass es nicht so einfach ist. Denn sie schrieben in der Anleitung schon 1937: "Vorerst wollen wir durch Unterlegen des hochkantgestellten Waagebalkens das Vorderrad vom Tisch abheben. Dann braucht die Maschine nur wenig Kraft, um für sich allein in Lauf zu kommen. Wenn wir glauben, daß sie genügend Kraft hat, kippen wir den Waagebalken auf die flach Seite und ziehen ihn rasch hervor. Schon beginnt unsere Maschine pustend vorwärts zu fahren! Auf unebenen Boden wird sie sich nicht so leicht vorwärtsschaffen können. Auf leicht schräg geneigten Flächen fährt sie abwärts lieber als aufwärts."
Ich habe mal die Kernwörter herausgearbeitet: glauben, pustend und abwärts :lol:

Aber ich möchte den wunderschönen Karton von Horst natürlich nicht ungelobt lassen. Das ist wieder mal eine tolle Arbeit, wie der Rest der Maschine auch. Ich traue mich an die Kartonfertigung immer noch nicht so ganz aus Angst, dass sich gleich alles verzieht, wenn ich ihn mit Glanzpapier beziehe.

Gruß,
Thomas
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon buedes » 4. Okt 2012, 21:34

ThomasK hat geschrieben:...Ich traue mich an die Kartonfertigung immer noch nicht so ganz aus Angst, dass sich gleich alles verzieht, wenn ich ihn mit Glanzpapier beziehe.


Hallo Thomas,

da kann gar nichts schief gehen, wenn du die Pappe auf beiden Seiten beklebst. Ansonsten ist das dieselbe Technik wie beim Tapezieren: Einstreichen des vorgeschnittenen Papiers mit Kleister, zusammenlegen und 2 Minuten ziehen lassen, wieder auseinander ziehen und aufkleben...fertig. Probier´s doch einfach mal an einem Probestück aus!

Dankender Gruß, Horst
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon buedes » 5. Okt 2012, 15:44

[15]
Selbstbaubrenner

Nachdem der bestellte 8-mm-Docht eingetroffen ist, kann ich nun auch den Spiritusbrenner fertig machen.

Bild

Ich habe mal alle Sicherheitshinweise von Georg aufgegriffen und versucht, diese hier zu beherzigen:

1.) Das Gefäß (Sahnedose) ist relativ groß und deshalb standfest.
2.) Der Deckel kann nicht abgenommen werden.
3.) Es gibt keine Einfüllöffnung außer dem etwas größeren Loch für den Dochthalter in der Mitte. Somit kann auch während des Betriebs nicht nachgefüllt werden.
4.) Der Dochthalter besteht aus einer Messing-Rohrniete, die in einer Schrauben- Mutter mittels hitzebeständigem Kleber eingeklebt ist. Nur durch ihr Gewicht liegt diese Einheit auf dem Dosenloch locker aber sicher geführt auf. Etwaiger Überdruck könnte hier entweichen.
5.) Zum restlosen Entleeren der Dose musste ich am Rand ein kleines Loch vorsehen, das aber bei Betrieb mit einer Gewindeschraube verschlossen wird. So kann kein Sauerstoff ins Innere eindringen, was zusammen mit dem durch die heißen Wände auf dem Spiritus entstehenden Gas zur Verpuffung führen könnte.

Gruß, Horst
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon Georg » 5. Okt 2012, 19:54

Hallo Horst,
die Konstruktion gefällt mir. Wo hast du eigentlich die Hohlnieten her?
Und bis zu welchen Temperaturen ist der J-B Weld zu gebrauchen?
Gruß
Georg
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Re: Technikus-Dampfmaschine, Nachbau

Ungelesener Beitragvon buedes » 5. Okt 2012, 20:21

Hallo Georg,

die Hohlnieten gab´s mal als Sortiment verschiedener Größen bei Pollin, glaube ich.

Die Verwendung dieses amerikanischen Superklebers habe ich mir bei den vielen Videos zum Thema "Alkohol- Brenner"- Selbstbau abgeschaut. Er soll Temperaturen bis zu 300-350 Grad C widerstehen.

Gruß, Horst
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buedes
 
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