Problem mit UKW Radio aus Schuco Profi Lab

Alte Kästen - Versuche nachgebaut und neue Ideen

Problem mit UKW Radio aus Schuco Profi Lab

Ungelesener Beitragvon meiseAC » 1. Nov 2010, 19:00

Hallo zusammen

Ich habe bereits zwei mal das UKW Radio mit Sendersuchlauf auf Seite 31 (Verdrahtungspläne 6104-16B und 6104-16D) aufgebaut.
Beide Aufbauten zeigen folgendes Verhalten:

Nach dem Einschalten ist trotz voll aufgedrehter Lautstärke nur ein ganz leises Rauchen zu hören. Dieses Rauschen ändert sich nicht wenn das Frequenzband abgesucht wird.
Es ist kein einziger Sender zu hören. Selbst wenn ich an der Mittelanzapfung der kleinen selbstgewickelten Spule ein Stück Draht von ca. 1 Meter anklemme ändert sich nichts.
Erst wenn ich an dieser Mittelanzapfung meine Langdrahtantenne (ca. 10 Meter Kupferlackdraht aussen in 3 Meter Höhe über dem Boden) anklemme höre ich genau einen Sender. Egal ob ich mittels Taster das Frequenzband von unten nach oben oder nach betätigen des Umschalters von oben nach unten suche, immer nur dieser eine Sender. Das eingebaute Meßgerät zeigt die Suchvorgänge an, aber immer nur der eine Sender.

Folgende Maßnahmen habe ich bereits mehrfach ohne Ergebnis getestet:

Alle Werte der Bauteile kontrolliert
Verdrahtung mehrfach kontrolliert
IC1, IC2, T1 und D1 ausgetauscht (habe die Bauteile doppelt)
Batteriespannung überprüft

Ich habe das Gefühl das mir das eingebaute Meßgerät zwar vorgaukelt das ein Sendersuchlauf stattfindet, aber die Kapazitätsdiode D1 nicht "justiert" wird.
Könnte es sich um einen Fehler im Verdrahtungsplan handeln ?

Hat jemmand einen Rat für mich ?

Viele Grüße

meiseAC
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Ungelesener Beitragvon JuergenK » 1. Nov 2010, 21:47

Hallo meiseAC,

da Dir der Umgang mit Experimentierkästen ja vertraut ist, kann man immerhin schon einmal "Anfängerfehler" ausschließen. Das Rauschen und der Empfang eines Senders zeigt ja auch, dass der Fehler wohl im HF-Teil zu suchen ist.

Für eine "Ferndiagnose" wäre es sicherlich hilfreich, den Schalt- und am besten auch den Verdrahtungsplan zu kennen. Leider muss ich da passen, da ich den Kasten nicht habe. :-|

Vielleicht kannst Du den Plan hier (einfach über die eigene "Bildergalerie" unseres Boards hochladen) bei Gelegenheit mal `reinstellen. Das führt leider nicht zwingend zur Lösung, kann aber vielleicht dennoch hilfreich sein... :razz:

JuergenK
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Ungelesener Beitragvon meiseAC » 1. Nov 2010, 22:10

Hallo Jürgen

Ich habe die Sachen nur in Papierform, aber ich werde morgen nach der Arbeit in Ruhe mal scannen und hochladen.

Viele Grüße

Rolf
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Ungelesener Beitragvon meiseAC » 1. Nov 2010, 22:41

meiseAC hat geschrieben:Hallo Jürgen

Ich habe die Sachen nur in Papierform, aber ich werde morgen nach der Arbeit in Ruhe mal scannen und hochladen.

Viele Grüße

Rolf




Bild

Der NF Teil (linke Seite) ist voll funktionstüchtig. Dies wurde durch die Einspeisung einer externen NF Quelle festgestellt.

Bild
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Ungelesener Beitragvon JuergenK » 2. Nov 2010, 09:31

Hallo meiseAC,

möglicherweise ist nur der durch die Spule vorgegebene UKW-Frequenzbereich nicht richtig getroffen worden, dann muss dort etwas experimentiert werden (Auseinanderziehen oder Zusammendrücken der Windungen).

Du kannst es testen: nimm ein anderes UKW-Radio und bringe es so nahe wie möglich an den Aufbau. Stelle am eingeschalteten Radio eine Frequenz im unteren UKW-Bereich ein, z.B. 90,0 MHz. Dann müßte das Schuco-Radio auf 100,7 MHz deutlich vernehmbar einen (unmodulierten) Träger empfangen: das Rauschen hört plötzlich auf. Du kannst den Effekt auch mal mit zwei vorhandenen funktionierenden Radios testen.

Der Grund: Der Oszillator des UKW-Radios schwingt immer 10,7 MHz höher als der dort für den Empfang eingestellte Frequenzbereich. Und die Schwingungen des Oszillators werden über die Antenne immer etwas abgestrahlt. Nicht weit, aber doch ausreichend genug, um auf dem zweiten Radio empfangen zu werden. :D

JuergenK

P.S.: Bei AM, also Lang-, Mittel- oder Kurzwelle, funktioniert das übrigens auch: da strahlt der Oszillator ca. 470 kHz höher als auf der Senderskala abzulesen. Damit kann man z.B. bei den Versuchen mit Kurzwelle den Empfangsbereich des Experimentierkasten-Radios ermitteln.
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Ungelesener Beitragvon meiseAC » 2. Nov 2010, 10:07

Hallo Jürgen

Ich werde deinen Tipp nach der Arbeit sofort ausprobieren.

Viele Grüße

Rolf
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Ungelesener Beitragvon meiseAC » 2. Nov 2010, 17:23

So hier ein paar Antworten:

Der Trick mit dem Radio hat nicht funktioniert.
Mein Aufbau rauscht einfach zu leise.

Ich habe nochmals die Kondensatoren überprüft.
Außerdem den T1 und die Diode tiefer gelegt so wie auch im Verdrahtungsplan vorgesehen.
Zufällig habe ich beim Abstimmen eine Stelle gefunden bei der ich mit angeschlossener 75cm Antenne einen Sender höre.

Es handelt sich um die Frequenz 106.4 bei uns Eins Live früher WDR1 also UKW.
Allerdings nur wenn ich mit einer hand geschickt über den Aufbau schwebe und bei Senderfund meine Hand dort schweben lasse.
Aber selbst dann nur dieser eine Sender leise und stark verrauscht.

Entweder bin ich zu doof oder das ganze zeug gehört aus dem Fenster geworfen. :twisted:


Viele Grüße

Rolf
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Ungelesener Beitragvon JuergenK » 2. Nov 2010, 17:45

Nicht gleich die Flinte "aus dem Fenster werfen".

Wie ist denn dann beim "Empfang", also bei 106,4 MHz, größenordnungsmäßig die Spannung an der Kapazitätsdiode? Eigentlich müßte sie recht hoch sein. also z.B. 8 Volt.

Ist sie dagegen eher klein, empfängst Du beim "Abstimmen" alles oberhalb der 106,4 MHz, also nur jenseits des UKW-Bereiches. Dann wäre nichts zu hören. Abhilfe dagegen wäre das vorsichtige Zusammendrücken der an der Kapazitätsdiode liegenden Spule.

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Re: Schuco Profi-Lab

Ungelesener Beitragvon meiseAC » 2. Nov 2010, 17:58

JuergenK hat geschrieben:Nicht gleich die Flinte "aus dem Fenster werfen".

Wie ist denn dann beim "Empfang", also bei 106,4 MHz, größenordnungsmäßig die Spannung an der Kapazitätsdiode? Eigentlich müßte sie recht hoch sein. also z.B. 8 Volt.

Ist sie dagegen eher klein, empfängst Du beim "Abstimmen" alles oberhalb der 106,4 MHz, also nur jenseits des UKW-Bereiches. Dann wäre nichts zu hören. Abhilfe dagegen wäre das vorsichtige Zusammendrücken der an der Kapazitätsdiode liegenden Spule.

JuergenK


Ich hab die Spannung bei 106,4 nicht gemessen allerdings gestern Abend den Bereich beim Sendersuchlauf. Die Spannung beträgt je nach Tunung zwischen 2,0 und 8,36V.

Die selbstgewickelte Spule ist nach Handbuch gefertigt also 7 Windungen
Aufteilung 5/2 und 4cm auseinander gezogen.

viele Grüße

Rolf
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Ungelesener Beitragvon JuergenK » 2. Nov 2010, 18:18

Hallo Rolf,

geschieht etwas, wenn Du die Spule versuchsweise ein wenig zusammendrückst?

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Ungelesener Beitragvon meiseAC » 2. Nov 2010, 18:24

Ja der Sender bei 106,4 verschiebt sich entsprechend.
Übrigens habe ich den Verstärker schon mit externer NF gespeist. Der funktioniert super.
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Ungelesener Beitragvon meiseAC » 2. Nov 2010, 19:15

OK es läuft irgendwie

Nach dem Neuwickeln einer Spule (der original Draht sah sehr matt und angelaufen aus) höre ich nun über das Frequenzband verteilt zwei stark verrauschte Sender. Wenn man die Lieder kennt die gespielt werden, kann man erahnen was da läuft.
Das funktioniert aber nur bei idealer Antennenausrichtung. Mit meiner Langdrahtantenne höre ich nur Mittelwelle.



Also jeder selbstgebaute Detektor Empfänger ist da um längen besser...


Viele Grüße

Rolf
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Ungelesener Beitragvon meiseAC » 9. Nov 2010, 22:17

Hallo zusammen

In der Schaltung auf Seite 31 Verdrahtungsplan 16D scheint es einen Fehler im Verdrahtungsplan zu geben:

Wenn ich den Keramik Kondensator C3 mit dem einen Ende nicht an die Mittelanzapfung der selbstgewickelten Spule sondern an Masse /Anfang der Spule anklemme dann läuft alles.
Der Schaltplan auf Seite 101 mit den genaueren Erläuterungen ist hier genau so falsch.

Viele Grüße

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