Funktionstests von Funkeninduktoren

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Funktionstests von Funkeninduktoren

Ungelesener Beitragvon Physikfan » 6. Mai 2016, 19:57

An alle Funkeninduktorenfreunde

Bitte, hat jemand genügend Erfahrung mit Funktionstests von Funkeninduktoren?

Ich frage aus folgendem Grund:

Ich habe zwei Funkeninduktoren von Leybold (10 cm Schlagweite, 250 Windungen primär, 26 000 Windungen sekundär) in Arbeit, die zum Teil sehr merkwürdige Meßresultate ergeben.
Zunächst zeigten beide Sekundärspulen keinen galvanischen Durchgang, gemessen mit einem HP RCL-Meter (1V,110Hz).
Auch mit anderen Ohmmetern hatte ich kein Glück.
Ich habe daraufhin bei beiden Induktoren den Wagnerschen Hammer überbrückt und primär abgestuft Wechselspannungen von einer
Leybold Wechselstromquelle eingespeist, etwa 1V bis 10V in 1 Voltschritten, dabei die Stromaufnahme mit einem Analogmultimeter, die Primärspannung direkt mit einem Tektronix 7904 mit 7A26 Einschub (zweikanalig) nach vorangegangener Kalibrierung, und die Sekundärspannung über eine P6015 Tastkopf gemessen.
Bei meiner ersten Meßserie zeigten beide Induktoren annährend gleiche Ergebnisse, die allerdings nichts mit dem Übersetzungsverhältnis von etwa 1:100 zu tun hatten.
Bei einer zweiten Meßserie erinnerte sich plötzlich der eine Induktor an das Übersetzungsverhältnis und lieferte entsprechende Sekundärspannungen.
Der zweite Induktor lieferte zwar in der zweiten Serie höhere Spannungen, aber diese waren nur etwa halb so groß, wie es dem Übersetzungsverhältnis entsprechen sollte.
Meßprotokolle folgen erst nach weiteren Meßserien.

Erklärungsversuche:
Der nichtgalvanische Durchgang deutet auf mindestens eine Unterbrechung in den Sekundärspulen hin.
Ob die Verwendung als Trafo diese Unterbrechung bei dem einen durch einen kleinen Bogen innendrinnen wieder beseitigt hat, ist eine Spekulation.
Leider läßt sich auch nicht wie bei einem Koaxkabel die Unterbrechung einfach durch Anlegen eines Rechteckimpulses orten.

Ich bin gespannt auf Eure Ratschläge, Erfahrungen etc.

Viele Grüße

Physikfan
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Re: Funktionstests von Funkeninduktoren

Ungelesener Beitragvon buedes » 6. Mai 2016, 21:56

Hallo Physikfan,

selbst wenn sich eine Möglichkeit findet, die Unterbrechungsstelle genauer zu orten, stellt sich ja die Frage einer geeigneten Reparaturmethode. Und diese Reparatur wird sehr schwierig und aufwändig werden. Die Sekundärspule auseinanderzunehmen, um an die Unterbrechung heranzukommen, birgt die Gefahr noch weiterer Verletzungen des äußerst dünnen Drahtes, welcher zudem mit Sicherheit auch noch vergossen ist.

Neu wickeln wäre die beste Alternative. :yes:

Gruß, Horst
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