Rahmenantenne

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Rahmenantenne

Ungelesener Beitragvon werner » 12. Mär 2012, 11:14

edit: Aus "Back to the Roots" - klick - herausgenommen, weil es dort gewissermaßen "untergehen" würde und hier als eigenständiges Thema weitergeführt. JuergenK


Sehr schön!! Als Ergänzung darf ich vielleicht meinen Detektorempfänger mit Rahmenantenne vorstellen.

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Die Rahmenantenne ist die Spule des Detektorempfängers; es wurden lediglich ein Drehkondensator, eine Schottkydiode und ein Widerstand zusätzlich eingebaut. Die Anordnung benötigt keine weitere Antenne und keinen Erdanschluss. Ohne, dass der Empfänger großartig optimiert wurde, empfange ich abends mindestens 12 Sender einwandfrei. Die Rahmenantenne nimmt nur die magnetische Komponente des elektromagnetischen Feldes auf und hat eine starke Richtwirkung. Das Teil ist preiswert und macht richtig Spaß. Details kann ich bei Interesse gerne näher erläutern.

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Gruß,

Werner
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Re: Rahmenantenne

Ungelesener Beitragvon JuergenK » 12. Mär 2012, 17:46

werner hat geschrieben:Details kann ich bei Interesse gerne näher erläutern


ja, gerne. ;-) Die Rahmenantenne hat augenscheinlich 8 Windungen. Der Durchmesser wäre interessant. Die Schottkydiode ist wegen ihrer kleinen Schwellspannung im Vergleich zur Germanium- und insbesondere zur Siliziumdiode ein guter Tipp. :thumb:

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Re: Rahmenantenne

Ungelesener Beitragvon werner » 12. Mär 2012, 18:35

Nachfolgend einige Details zur Rahmenantenne.

Zunächst die Schaltung:

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Das Holzkreuz besteht aus zwei Latten (1000 x 40 x 10 mm) zu je 1m Länge. Somit ergibt sich für das gespannte Drahtquadrat eine Kantenlänge von ca. 70 cm. Diese Maße müssen nicht so sein!! Je größer die vom Draht umspannte Fläche ist, um so besser spielt das Teil. Ich habe mit deutlich kleineren Exemplaren experimentiert; das geht auch ... aber nicht so gut.
Grundsätzlich sollte die Induktivität des Rahmens ca. 180 uH betragen, wenn der Drehko die handelsüblich 500 pF hat. Luftdrehkos sind zu bevorzugen. Notfalls kann ich bei der Beschaffung helfen.

Die Diode ist ein Germaniumtyp, z.B. eine AA119 o.ä. aus dem Radiomann. Bei mir kommt eine Schottkydiode zur Anwendung. Die ist schwieriger beschaffbar, aber besser.

Bei meinem Holzgestell benötigte ich 8 Windungen .... wie ja schon richtig erkannt. Die Anzapfung mit der Diode erfolgt bei der dritten Windung. Als Draht geht grundsätzlich alles. HF-Litze mit möglichst vielen Einzeldrähtchen ist am besten. Die Windungen sollten auch einen deutlichen Abstand zueinander haben.

Wird ein Kristallhörer benutzt, muss der Widerstand parallel zu ihm liegen; beim hochohmigen dynamischen- oder Kohlehörer kann der entfallen.

Dies in aller Kürze und Hektik.

Gruß,

Werner
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