Alte Dauermagnete auffrischen ?

Hier gibt es Fachwissen auch ohne Experimentierkästen

Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon oktoberhase » 4. Jan 2014, 14:19

edit: Aus Beitrag "Suche Anleitung Elektrotechnik 1954" hier als neues Thema weitergeführt. JuergenK

moin moin !

Nachdem mir mit dem Anleitungsbuch schon so gut geholfen wurde, wage ich einfach mal eine weitere Frage:

Diese Dauermagneten sind über die Jahre evt. etwas "schwach" geworden, das Ankerblech wird nur mit Mühe gehalten.
Muß das so sein, oder hat jemand eine Methode diese Magnete wieder "aufzufrischen" ?

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche ein gesundes neues usw usw

Christian Schmidt
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Re: Suche Anleitung Elektrotechnik 1954

Ungelesener Beitragvon buedes » 4. Jan 2014, 14:55

Hallo Christian,

ja, die Sache mit den "schwach" gewordenen Magneten in alten Experimentierkästen ist ein verbreitetes Übel. Um da Abhilfe zu schaffen, sehe ich grundsätzlich drei Möglichkeiten:

1. Es gibt im Internet verschiedene Firmen, welche neue Magnete anbieten. Allerdings kommt es auf die Form und die Größe an. Meistens passen die angebotenen Stücke nicht zum vorhandenen Kasten. Und Zersägen oder irgendwie mechanisch Bearbeiten ist nicht möglich.

2. Ich persönlich habe mir meistens so geholfen, dass ich mir Magnete aus passenden Kunststoffprofilen und eingesteckten Super-Magnet-Elementen selbst hergestellt habe. Siehe hier!

3. Von frisch "Aufmagnetisieren" habe ich zwar auch schon gehört. Aber dazu braucht man wohl einen ziemlich starken Spezial-Apparat. So etwas steht zwar auch noch auf meiner To-Do-Liste, aber das ist wieder ein anderes Thema.

Gruß, Horst
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Re: Suche Anleitung Elektrotechnik 1954

Ungelesener Beitragvon buedes » 4. Jan 2014, 15:27

Friedhelm hat geschrieben:Da ich diese Bücher nicht kenne: Bringen die mir als "Kosmos-Experimentator" etwas?

Hallo Friedhelm,

das von Jürgen weiter oben verlinkte Buch "Elektrotechnik" ist der dritte Teil aus der Reihe "Lehrbuch der Physik" von Wilhelm Fröhlich und wohl zum Einsatz im Physikunterricht konzipiert gewesen. Auf 156 Seiten werden darin die Grundlagen der Elektrotechnik abgehandelt mit Experimenten, welche sich mit den Kosmos-Kästen schön durchführen lassen. Über die Versuchsanleitungen hinaus kommt auch die Theorie mit mathematischen Formeln usw. nicht zu kurz, eben so wie es im Physikunterricht der Oberstufe gebraucht wird.

Ob das Buch nun dir über deine bereits vorhandene Literatur hinaus noch etwas bringt, können wir schlecht beurteilen. ;-)

Gruß, Horst
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Re: Suche Anleitung Elektrotechnik 1954

Ungelesener Beitragvon oktoberhase » 6. Jan 2014, 21:19

Zum Thema Dauermagnet hab ich was gefunden, aber noch nicht ausprobiert:

http://www.leomeyer.de/curiosities/phys ... sieren.htm
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Re: Suche Anleitung Elektrotechnik 1954

Ungelesener Beitragvon buedes » 7. Jan 2014, 01:32

O.T.
Oktoberhase hat geschrieben:Zum Thema Dauermagnet hab ich was gefunden...

Hallo Christian,

so einfach wie dort beschrieben wird es nicht gehen, denn:

„Durch die Selbstinduktionswirkung der Spule entsteht beim Ausschalten eine Spannungsspitze, die ein Magnetfeld mit umgekehrter Richtung aufzubauen versucht und damit einen Teil unseres Magnetisierungserfolges schmälert.“
Nachzulesen hier: (5. Post)

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Re: Suche Anleitung Elektrotechnik 1954

Ungelesener Beitragvon hammady » 7. Jan 2014, 10:19

hi

@ Horst

Das stimmt soweit alles, nur das er beim Entladen ( er nimmt den Kondensator ja weg) keinen Strom aus der Spule entnimmt und somit kein Magnetismus entstehen kann.
Die Spannung könnte somit Theoretisch bis ins Unendliche steigen, und somit verpufft.
Auch wird das Magnetismusgefälle geringer wenn der Eisenkern selbst magnetisch wird und somit die mögliche Spannung wieder geringer.

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Re: Suche Anleitung Elektrotechnik 1954

Ungelesener Beitragvon buedes » 7. Jan 2014, 10:44

Hallo Andy,

da magst du Recht haben, ist mir aber jetzt zu theoretisch. Überhaupt basiert alles, was ich bis jetzt so gefunden habe, größtenteils nur auf theoretischen Überlegungen. Nach einem reproduzierbaren, praktisch gemessenen Beweis, dass es funktioniert, suche ich noch immer.

Gruß, Horst
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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon Friedhelm » 21. Jan 2014, 14:40

Hallo Ihr Beide!

Die Skizze (Wicklungssinn) der im Link gezeigten Spule ist richtig (Rechte Hand Regel). Auch das Vorgehen mit dem Kompaß scheint i.O. zu sein.

Da aber gilt: Stärke des Magnetfeldes der Spule ist abhängig von (1) der Windungszahl der Spule und (2) der Stärke des Stromes, der die Spule durchfließt,
bleibt bei aufgewickelter Spule (Windungszahl = const, Materialeigenschaften = const) nur noch die Stromstärke, um das Magnetfeld zu beeinflussen. Wozu dann der Kondensator?
Ich brauche ein ordentliches regelbares Netzteil: Langsam den (Gleich-)Strom durch die Spule erhöhen, bis der Draht warm wird und den Strom einige Sekunden halten.
Dann langsam (langsam!) die Spannung absenken, damit die Spule "ruhig" bleibt.

Der Draht muß nicht warmwerden, ich wollte damit lediglich darauf hinweisen, daß man so das Maximum herausholt (Was der Draht abkann...).
Ich werde einmal nach einem alten Hufeisenmagneten suchen und mein kleines, regelbares Schweißgerät hervorkramen.

Wer sich traut, darf mir seine alten Dauermagnete zwecks Überprüfung meiner Theorie zuschicken!

Beste Grüße,

Friedhelm

N.B. Kann man "übermagnetisieren" , d. h. Schaden am Magneten anrichten?
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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon buedes » 21. Jan 2014, 15:45

Gut, Friedhelm!

Mach mal, und vergiss nicht die Magnet- Stärke vorher und nachher zu messen. Bin sehr neugierig.

Gruß, Horst
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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon Friedhelm » 21. Jan 2014, 17:04

Du weißt doch, Horst: Versuch macht kluch.... :knipsie:

Das Messen wird natürlich recht hemdsärmelig ausfallen :lach: : Gewichte anhängen und Kompaßnadel als Indikator.
Für einfache Messhinweise bin ich dankbar. Ich denke aber, die Aussage: besser als vorher reicht :lach:

Bis später,

Friedhelm
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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon buedes » 21. Jan 2014, 18:05

Hallo Friedhelm,

du könntest es vielleicht auch so versuchen, wie ich es mal dort mit einer Handwaage gemacht hatte.
Bild

Gruß, Horst
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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon Friedhelm » 21. Jan 2014, 18:37

Danke, Horst, darauf hätte ich selbst kommen müssen. Das erlaubt halbwegs quantitative Aussagen. Hoffentlich habe ich noch eine Waage :gruebel:

Vielleicht kann ich die Küchenwaage zweckentfremden. Damit der "Klebeeffekt" vermindert wird, könnte ich einige Millimeter PVC oder so dazwischen legen.
Ich fürchte: Aus der Nummer komme ich jetzt nicht mehr 'raus :roller:

Heute hatten wir einige Schneeflocken bei 0° C "durch" den Regen. Dir wünsche ich einen schönen Abend :winkie: !
Friedhelm
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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon buedes » 2. Feb 2014, 15:58

Hallo Friedhelm,

wie weit bist du? :lol:

Hier versucht es auch einer, scheinbar mit Erfolg. Auch hier!

Gruß, Horst
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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon Friedhelm » 6. Feb 2014, 12:35

Hallo Horst!

Peinlich aber wahr: Meinen U-Magneten von Trix habe ich wohl beim letzten Umzug verschenkt :yes: oder entsorgt. :wut:
Bleibe aber am Ball. Prinzipiell dürfte die Form egal sein, es sollte immer funktionieren.
Ich melde mich wieder! Da ich gerade ein einer elektrischen Last in Form von zuschaltbaren 12 V Halogenleuchten arbeite, sollte die Strom-Regelung
(Eigentlich: Steuerung) kein Problem sein.

Beste Grüße aus dem heute sonnigen Mittelgebirge!

Friedhelm
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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon buedes » 11. Feb 2014, 12:08

Hallo Friedhelm,

beim Schrott habe ich heute etwas Interessantes gefunden. Sieh´mal da:
Bild
...wiegt 18 kg!
Vielleicht lässt sich damit ja etwas anfangen. ;-)

Gruß, Horst
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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon hammady » 11. Feb 2014, 18:55

hi

Wenn die Widerstandswerte stimmen die angegeben sind dann viel Spass.
Da bleibt DIr der MAgnet nach dem Abschalten des Stromes kleben und das so fest das es eine Freude ist :-)

Mit 12 Volt Betreiben sollte reichen


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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon buedes » 11. Feb 2014, 20:34

Hallo Andy,

hast du eine Ahnung, wie stark die parallel zu schaltenden Freilaufdioden sein sollten?

Gruß, Horst
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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon Georg » 11. Feb 2014, 22:34

Hallo Horst,

"Nach einem reproduzierbaren, praktisch gemessenen Beweis, dass es funktioniert, suche ich noch immer."

Das passt gar nicht zu dir. Du bist doch sonst recht experimentierfreudig.
Die Einwände aus dem Radiomuseum und hier von wegen Rückschlag etc
sind z. T. falsch, z. T überängstlich.
Was in so einem Kreis mit Spule und (evtl) Kondensator passiert, ist
stark von dem Verhältnis R/L abhängig. Im Allgenmeinen kommt es nur zu einer
stark gedämpften Schwingung, und selbst wenn da ein wenig Stom "rückwärts"
fließt, ist das belanglos, solange die Koerzitivfelstärke nicht überschritten wird.
Was Kondensatoren betrifft, sollte man keine Elkos verwenden, da die auf
Umladung sauer reagieren bzw für Stoßentladung meist nicht geeignet sind.
Die Riesenspule(trafo?), die du da im Bild hast, ist maßlos überzogen, solange du nur
Magnete aus Kosmos-Kästen auffrischen willst.
Vor allem stellt sich aber die Frage, welche Art Kernbleche da drin stecken.
U-I oder P-U oder noch exotischer? Wechselweise geschichtet?
Auf jeden Fall müßtest du erst mal die Kernbleche herausholen (wenigsten ein
paar Lagen) um festzustellen, was drin ist. Je nachdem kann man dann
so umbauen, daß zwei Pole offen liegen.
Steht auf dem Kern etwas zur Windungszahl? Ich kann nur W= lesen.
Gibt es evtl innenliegende Wicklungen? Kennst du den Verrwendungszweck des
Dingens?
Lange Rede, jetzt aber was ich gemacht habe mit den U-Magneten aus
Baukasten Elektro und den Magnetnadeln:
Einfach in eine der Spulen aus dem Baukasten stecken, ein Stück Keilstahl als
Joch darüber und kurz mal mit der Flachbatterie drantippen.
Ich erinnere mich nicht mehr, welche der beiden Spulen besser war, aber das
hast du schnell raus. Wenn es nicht reicht, kann man ruhig mal 12 Volt
für Sekunden anlegen, das vertragen die Spulen. Kriegsentscheidend ist
die magnetische Feldstärke, und die ist proportional zu I*W.
Gruß
Georg
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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon hammady » 11. Feb 2014, 23:51

hi

Wie Georg schon geschrieben hat wirst Du keine großen Induktionsspannungen haben, da Du hierbei mit Hohem Strom arbeitest und somit die
Spulen wenige Windungen haben in denen hohe Spannung entstehen können. Wenn Du auf Nummer Sicher gehen willst bau einen Varistor ( http://www.highlight-led.de/Hobby_und_W ... wwodRUYA9Q ) ein

Damit bist Du sicher.

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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon buedes » 12. Feb 2014, 10:01

Hallo Georg,

willkommen zurück! :-)

Georg hat geschrieben:Was in so einem Kreis mit Spule und (evtl) Kondensator passiert, ist stark von dem Verhältnis R/L abhängig...
Ganz genau bin ich mir noch nicht im Klaren, ob ich eine Autobatterie nehmen oder besser ein Netzteil mit einer Kondensatoren- Batterie bauen soll. Ein Akku ist teuer und die satten Kurzschlüsse werden dessen Lebensdauer wohl stark beeinträchtigen.
Georg hat geschrieben:Was Kondensatoren betrifft, sollte man keine Elkos verwenden...
Ja aber... was anderes gibt es doch meines Wissens mit diesen großen Kapazitäten gar nicht! Und hier könnte man auf Kondensatoren aus alten Waschmaschinen o.ä. zurück greifen.

Georg hat geschrieben:Die Riesenspule(trafo?), die du da im Bild hast, ist maßlos überzogen, solange du nur Magnete aus Kosmos-Kästen auffrischen willst...
Wenn ich schon so ein Projekt in Angriff nehme, dann soll es auch so gestaltet werden, dass man es universell einsetzen kann. Dabei denke ich z.B. auch an die Möglichkeit, damit größere Magnete von Schwungmagnetzündungen bei meinen Mopeds oder U-Magnete von Motoren aus der Physik-Sammlung aufladen zu können.

Georg hat geschrieben:Vor allem stellt sich aber die Frage, welche Art Kernbleche da drin stecken...
Wie diese Kernbleche geschichtet sind, kann ich vor der Hand erst mal gar nicht erkennen. Ich sehe keine Stoßstellen; die liegen sehr wahrscheinlich in den Spulen drin. Aber das scheint mir jetzt auch mal gar nicht so wichtig, da ich vor hatte, den Kern einfach neben den Spulen abzusägen. Die Frage ist nur, ob ich den Sägeschnitt direkt an den Spulen vorbei vornehmen soll. Die Alternative wäre, nur das Zwischenstück herauszuschneiden. Dann würden die Schenkel des Kerns später oben noch 35mm heraus schauen.

Georg hat geschrieben:Steht auf dem Kern etwas zur Windungszahl?
Das könnte die Zahl 530 sein. Die Frage ist nur, ob pro Spule oder beide Spulen zusammen gemeint sind.
Als ehemeliger Verwendungszweck des Fundstückes könnte ich mir eine Drossel oder so etwas vorstellen. Jedenfalls war der Apparat einmal im Fernmeldewesen im Einsatz.

Georg hat geschrieben:Einfach in eine der Spulen aus dem Baukasten stecken, ein Stück Keilstahl als Joch darüber und kurz mal mit der Flachbatterie drantippen...
Wie lange hält deine solchermaßen erzeugte Magnetisierung vor? Kannst du dazu schon etwas sagen?

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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon buedes » 12. Feb 2014, 10:12

hammady hat geschrieben:Wenn Du auf Nummer Sicher gehen willst bau einen Varistor ( http://www.highlight-led.de/Hobby_und_W ... wwodRUYA9Q ) ein
Hallo Andy

Dieses Teil ist doch mehr als Schutz gegen Spannungsspitzen gedacht.

Was ich meine, ist die Freilaufdiode, welche die Rückspannung kurzschließen und damit ein gegengerichtetes, also für die Auffrischung abträgliches, Magnetfeld verhindern soll.

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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon Georg » 12. Feb 2014, 11:30

Hallo Horst,
"Wie lange hält deine solchermaßen erzeugte Magnetisierung vor? Kannst du dazu schon etwas sagen?"
Die Lagerstabilität einer Magnetisierung ist eine Materialeigenschaft, sonst nix.
Wie die Magnetisierung zustande kam, ist völlig wurscht.
Pflegliche Behandlung ist jedoch immer gut, besonders bei den altmodischen Stahlmagneten:
Möglichst wenig Erschütterungen und bei Nichtgebrauch ein Joch über die Pole legen.

Was deine Drossel betrifft, willst du denn die Spule(n) ohne Kern betreiben?

"Dieses Teil ist doch mehr als Schutz gegen Spannungsspitzen gedacht."
Spannungsänderung ruft Strom hervor, Stromänderung Spannung , da capo.
Im übrigen könnte ein Varistor für diese Spule schwer beschaffbar sein.
Er muß immerhin den Energieinhalt des Magnetfeldes aufnehmen.

Poste doch bitte mal ein Bild mit senkrechtem Blick auf die Beschriftung.
Bevor du mit der Säge an den Kern gehst, löse erst mal die vier Schrauben des
Blechpakets und versuch eine Lage herauszubekommen.
Gruß
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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon buedes » 12. Feb 2014, 15:40

Hallo Georg,

wieso ohne Kern?
Bild
Der Apparat soll dann letztlich so stehen wie (Weidenhoff Magneto Charger).
Entweder ich schneide das Joch entlang der grünen Linie ganz weg. Oder ich lege die zwei gelben Markierungen zugrunde. Dann bleiben noch die beiden Kernzapfen stehen und das Verbindungsstück fällt raus.

Hier noch die restlichen Beschriftungen:
Bild

Gruß, Horst
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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon Georg » 12. Feb 2014, 16:11

Hallo Horst,
der Magneto-Charger dürfte über die Glühlampe als Vorwiderstand
aus dem Edison-Netz betrieben worden sein.
Mit 12 Volt aus einem Akku und entsprechenden Auto-Glühlampen könntest
du deine Spule betreiben.
Mit einem Vorwiderstand kannst du dann Freilaufdioden etc. vergessen.
Bevor du sägst, schraube bitte die 4 Schrauben auseinander und versuche
den Kern zu zerlegen. Wenn das z.B. L-Bleche oder P-Bleche sind, dann
fällt dir das ganze nach dem Durchsägen in mehr Teile auseinander, als
dir lieb ist.
Das war höchstwahrscheinlich eine Drossel und die haben praktisch immer
Luftspalte.
Gruß
Georg
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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon buedes » 13. Feb 2014, 00:18

Hallo Georg,

so weit bin ich jetzt:
Bild
Ich habe mich für die "gelbe" Schnittvariante entschieden, weil dadurch die oberen Schrauben bleiben können. Aber auch ohne diese ist der Eisenkern noch so stabil wie vorher.

Gruß, Horst
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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon Georg » 13. Feb 2014, 11:58

Hallo Horst,
saubere Schnitte, Respekt!
Als Nächstes würde ich nun mal mit einem Autoakku oder entsprechend starkem Netzteil
über eine Scheinwerferbirne (das ergibt ca 5 Ampere) anlegen und das Feld per
Joch mal testen.
Wenn du ein starkes Netzteil mit einstellberer Strombegrenzung hast, geht es noch einfacher.
Damit fährt man den Strom langsam hoch und langsam wieder runter. All die
Schnörkel mit Dioden etc braucht man dann nicht.
Einfache Ladegeräte sind übrigens nicht gut, da der Ausgangstom nicht geglättet ist.
Gruß
Georg
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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon buedes » 13. Feb 2014, 17:57

Hallo Georg,
ein regelbares Netzteil mit Gleichstromausgang in dieser Größenordnung habe ich leider noch nicht.
Aber einen adäquaten Versuch wollte ja Friedhelm mit seinem Gleichstromschweißgerät anstellen. :thumb:

Um überhaupt einmal ein Gefühl für die zu erwartenden Werte zu bekommen, habe ich nun diese Bauanleitung zu Rate gezogen:
http://www.gasenginemagazine.com/gas-en ... x?PageId=1

Diesbezüglich werde ich jetzt mal Ausschau halten nach:
1. Weicheisen für die Verbindungsstücke zum aufzuladenden Magneten, Stahl C-1018
2. 4 Dioden 22A/50V (etwa von einer alten AC-Lichtmaschine)
3. Ein Amperemeter mit 0-50VA. Für meinen Apparat reichen auch vielleicht 30A.
4. 1 Messerschalter

Gruß, Horst
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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon Georg » 13. Feb 2014, 22:05

Hallo Horst,
du solltest die Verschaltung so vornehmen, daß du die beiden Wicklungen
möglichst einfach von Serienschaltung auf Parallel umklemmen kannst.
Gruß
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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon buedes » 13. Feb 2014, 23:21

Das ist ein guter Hinweis, Georg

...und der Anstoß für weitere Überlegungen. Der Aufbau muss variabel bleiben wie bei einem Experimentiergerät eben.

So habe ich schon daran gedacht, die Spulenanordnung gegebenenfalls mit Wechselstrom zu beaufschlagen, um damit Gegenstände, Werkzeuge usw. zu entmagnetisieren.

Außer dem direkten Betrieb an einem Akku möchte ich ja auch noch andere Optionen testen, wie z.B.:

- direkter Anschluss an das Netz über einen Gleichrichter und einen Vorwiderstand,
- Betrieb mit einer aufgeladenen Kondensatoren-Batterie
- Auch eine Verwendung als Anker-Tester wäre denkbar.
...

Gruß, Horst
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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon Georg » 13. Feb 2014, 23:29

Hallo Horst,
zum Entmagnetisieren betreibst du die Spule am einfachsten aus einem
Niederspannungstrafo (6 bis 12 Volt / 230 Volt) mit vorgeschaltetem Stelltrafo.
Langsam den Stelltrafo hoch- dann wieder herunderdrehen.
Gruß
Georg
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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon buedes » 14. Feb 2014, 14:21

Erst jetzt bemerke ich, dass die Spulen ja 2x2 Wicklungen enthalten, die verschaltet sind:
Bild
Also werde ich jetzt erst einmal den Wicklungssinn und die Polarität der 4 einzelnen Wicklungen erkunden müssen. Nicht dass da am Ende womöglich Magnetfelder gegeneinander geschaltet werden.

Es war dann womöglich doch keine einfache Drossel! :haeh:

Gruß, Horst
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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon Georg » 14. Feb 2014, 21:52

Es war dann womöglich doch keine einfache Drossel!


Hallo Horst,
da bin ich auch ratlos. Ich fürchte, das ist nicht mehr zu ermitteln.
Gruß
Georg
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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon buedes » 16. Feb 2014, 16:54

...jetzt mit Füßen versehen und fest aufgebaut:
Bild
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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon buedes » 18. Mär 2014, 09:21

„Durch die Selbstinduktionswirkung der Spule entsteht beim Ausschalten eine Spannungsspitze, die ein Magnetfeld mit umgekehrter Richtung aufzubauen versucht und damit einen Teil unseres Magnetisierungserfolges schmälert.“
Nachzulesen hier: (5. Post)


hammady hat geschrieben:Das stimmt soweit alles, nur dass er beim Entladen ( er nimmt den Kondensator ja weg) keinen Strom aus der Spule entnimmt und somit kein Magnetismus entstehen kann...


Mich beschäftigen in diesem Zusammenhang nun folgende Fragen:

1.) Entsteht diese dem Magnetisieren entgegengerichtete Selbstinduktion auch bei offenem Stromkreis. Oder ist es so wie Andy behauptet: Offener Stromkreis -keine Stromentnahme – kein Magnetismus.

2.) Wie kann ich das mit meinen Mitteln nachweisen?

3.) Wenn die Selbstinduktion doch auftritt, kann ich sie dann einfach mit einer gegenpolig geschalteten Diode eliminieren?


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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon hammady » 18. Mär 2014, 22:33

Hallo Horst

Ich habe Dir hier eine Seite mit dem Oerstetschen Effekt rausgesucht. der Versuch beschreibt die Entstehung des Magnetfeldes in einem Leiter
ICh hoffe es hilft Dir weiter

http://www.leifiphysik.de/themenbereich ... s/versuche

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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon buedes » 18. Mär 2014, 23:18

Danke Andy,

diese dort beschriebenen Experimente sind mir natürlich vom Unterricht her wohlbekannt, können aber leider auch nichts zur Klärung meiner obigen speziellen Fragestellungen beitragen.

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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon Georg » 19. Mär 2014, 12:04

Hallo Horst,
ich hatte im Bezug auf diese beiden Aussagen ganz vorsichtig geschrieben:
Die Einwände aus dem Radiomuseum und hier von wegen Rückschlag etc
sind z. T. falsch, z. T überängstlich.

Das war wohl nicht deutlich genug :=)

Also, Eckard im RMorg konnte sich aus dem Physikunterricht (in dem er gut aufgepasst hat?)
noch an das Schlagwort "Lenz'sche Regel" erinnern, nur wendet er sie exakt falsch herum an!
Richtig ist, daß der Spannungs-/Stromimpuls beim Abschalten in derselben Richtung
wie der vorangehende Strom gerichtet ist!
Somit ist der Einwand einfach falsch.

Hammadys Einwand ist mir völlig unverständlich.

Gruß
Georg
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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon buedes » 19. Mär 2014, 13:04

Hallo Georg,

aber wenn der
"Spannungs-/Stromimpuls beim Abschalten in derselben Richtung wie der vorangehende Strom ist"
, dann wären ja die allenthalben bei Spulen in Gleichstromkreisen verwendeten anders rum gepolten Freilaufdioden nutzlos.!?

Gruß, Horst
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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon Georg » 19. Mär 2014, 13:11

Hallo Horst,
fragt sich nur, wie du "anders herum" definierst.
Hier eine Skizze, wie ich Freilaufdioden einsetze.
Bild
Gruß
Georg
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Re: Alte Dauermagnete auffrischen ?

Ungelesener Beitragvon buedes » 19. Mär 2014, 15:44

Hallo Georg,

also doch, die Freilaufdiode in deiner Skizze schließt den Strom und die hohe Spannung kurz, welche aus der Selbstinduktion resultieren und die der normalen Stromrichtung entgegengesetzt (andersrum) fließen- nicht gleichsinnig, sonst würde ja die Diode nichts nützen!
Das heißt aber doch auch: Das Magnetfeld, welches in einer Richtung aufgebaut wurde, würde nun durch die Gegenpolung wieder abgebaut, wenn dem nicht irgendwie (hier durch die Diode) Einhalt geboten wird. Und damit sind wir wieder bei meiner Frage nach dem geeignetsten WIE.

Meine Kardinalfrage ist nun: Wenn man ohne Freilaufdiode nach erfolgter Aufladung den Stromkreis einfach öffnet, ob sich dann auch diese Selbstinduktion ausbilden und zum Umpolen des Magnetfeldes führen kann. Das ist das, was Andy abstreitet.

Der Stromkreis ist offen, und ein Strom kann nicht fließen. Aber ist die Spannung aus der Selbstinduktion da? Und führt das damit dann noch zur Magnetumpolung, auch ohne Stromfluss? Kann aber gar nicht sein. Aber vielleicht genügt ja der Stromfluss innerhalb des Kupferleiters schon? Diesen Zusammenhang müsste man mit irgendeinem Experiment mal grundsätzlich klären können.

Gruß, Horst
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