KOSMOS Prospekt "BAUKÄSTEN" 1957

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KOSMOS Prospekt "BAUKÄSTEN" 1957

Ungelesener Beitragvon JuergenK » 4. Jul 2010, 12:06

Dieser Prospekt aus dem Jahr 1957 beschreibt die von KOSMOS Franckh´sche Verlagshandlung Stuttgart herausgebrachten "großen" Baukästen von Wilhelm Fröhlich.

Bild

Hier die einzelnen Seiten zu den Experimentierkästen

- Baukasten ELEKTROTECHNIK
- Baukasten MECHANIK
- Baukasten CHEMIE
- Baukasten RADIO-TECHNIK
- Baukasten OPTIK
- Baukasten FLUGPHYSIK

sowie zu Selbstbaugeräten und Zubehör.



Bitte anklicken:

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Ungelesener Beitragvon wolfgang » 12. Jul 2010, 13:43

Hallo,

spontan begeistert mich das Deckblatt mit den beiden Messgeräten. Vom Bild her müssten es Dreheiseninstrumente sein. Diese Geräte schlagen aber unabhängig von Stromart und -richtung immer in eine Richtung aus. Daher würde dann eine Skala mit Null in der Mitte keinen Sinn machen. Mich würde mal der tatsächliche Aufbau interessieren. Hat jemand ein Handbuch des "Baukasten Elektrotechnik"?

Interessant ist auch, dass die "Baukästen" und die "-männer" in verschiedenen Prospekten beworben werden. Das spricht für eine gänzlich andere Zielgruppe. Wobei durch die Aufmachung der Kästen doch eine gleiche Zielgruppe angesprochen wird.

Gruß
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KOSMOS Dreheiseninstrumente

Ungelesener Beitragvon JuergenK » 1. Aug 2010, 12:10

Richtig, Wolfgang, es sind Dreheiseninstrumente. Schon die Handbücher zu den Elektro-Kästen aus den 20er Jahren weisen den Versuch auf.


Hier ein Bild vom Aufbau aus dem Kasten von 1959 - ohne die Papp-Skalen


Bild



Der Blechstreifen mit angelötetem Zeiger und Bleikügelchen, der in die Spule gelegt wird. Er lagert auf den beiden inneren Zapfen des Blechstreifens in der Spule.


Bild



Der Zeiger hängt durch das Bleigewicht senkrecht nach unten. Er wird von dem per Gummiband in der Spule befestigten Eisenstab unabhängig von der Polung (Abstoßen von Blechstreifen und Eisenstab) immer in die gleiche Richtung abgelenkt. Daher macht die symmetrische Skala tatsächlich keinen Sinn, nur eine Skalenhälfte kann wirksam sein (allerdings kann man die Ausschlagsrichtung verändern, indem man den Eisenstab auf die andere Seite der Spule anbringt (siehe oberes Foto: linke Spule: Ausschlag nach links, rechte Spule: Ausschlag nach rechts). Es macht übrigens keinen Sinn, den Zeiger etwas zu verbiegen, damit der Nullpunkt z.B. am linken Ende der Skala liegen könnte: das Bleikügelchen an der Zeigerspitze sorgt durch sein Gewicht dafür, dass der Zeiger dennoch senkrecht steht.


Ein Auszug aus dem Handbuch zum Dreheisen-Versuch (anklicken)


Bild


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Ungelesener Beitragvon wolfgang » 7. Aug 2010, 21:13

Hallo Jürgen,

vielen Dank für die umfassende Antwort, auch gleich mit Bildern. Es ist schon eine tolle Sache, was man früher mit Experimtierkästen alles bauen konnte. Da konnte man auch noch bereifen, wie die Geräte funktioniert haben.

Schade das auf so etwas heute keinen Wert mehr gelegt wird.

Gruß
Wolfgang
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Re: KOSMOS Prospekt "BAUKÄSTEN" 1957

Ungelesener Beitragvon buedes » 21. Mär 2012, 23:31

Hallo,

da dem Elektromann von 1962 ja kein fertiger Zeiger beigelegen hat, habe ich jetzt mal einen selbst hergestellt und versucht die Anzeige zu optimieren. Das Ergebnis schaut dann so aus:
Bild
(Spule aus "Elektromann, 120 Versuche, 22. Aufl. 1962")

Das ist der maximal mögliche Ausschlag, der nur erreicht wird, wenn die untere Kante des Drehbleches am Fortrutschen gehindert wird. Nach vergeblichen Versuchen mit allen möglichen nicht magnetischen Beilagen bin ich zu einer verblüffend einfachen Methode gelangt: Ich erreiche das hier mittels einer leichten Einkerbung in der Bohrung, die ich mit einer Puk-Säge vorgenommen habe:

Bild

In der Nullstellung befindet sich der Zeiger nach wie vor hängend in der Mitte:

Bild

Für die Herstellung des Zeigers habe ich einen Streifen Weißblech verwendet, an den ich ein Stück versilberten Kupferdraht angelötet habe. Das anfänglich unten noch angelötete Beschwerungskügelchen habe ich wieder abgeschnitten, weil es die Weite des Ausschlags nur vermindert hat.

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Gruß, Horst
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Re: KOSMOS Prospekt "BAUKÄSTEN" 1957

Ungelesener Beitragvon buedes » 22. Mär 2012, 09:26

Dieser Zeiger lässt sich auch in der 30-Windungen-Selbstwickel-Spule, wie sie im besagten Elektromann-Heft beschrieben wird, verwenden.

Bild

Allerdings auch wieder nur mit eingefügtem Eisennagel zum Abstoßen. In der Anleitung wird zwar dieser EIsenkern nicht erwähnt. Aber dann bewegt sich da nichts.

Bild
(Zitat aus "Elektromann, 120 Versuche, 22. Aufl. 1962")

Gruß, Horst
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